Verfolgungsjagd von Gaggenau nach Sinzheim

Gaggenau (red) – Ein 19-Jähriger hat sich in der Nacht zum Montag eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die waghalsige Flucht ging von Gaggenau über Kuppenheim bis Sinzheim.

Ein 19-Jähriger hat sich in der Nacht zum Montag eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpa

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Ein 19-Jähriger hat sich in der Nacht zum Montag eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpa

Der junge Autofahrer und sein ebenfalls 19-jähriger Beifahrer sollten gegen 1 Uhr auf der B462 in Gaggenau einer Kontrolle unterzogen werden. Allerdings missachtete der Heranwachsende laut Polizeibericht die Anhaltezeichen der Streife und beschleunigte den von ihm gelenkten Mini stellenweise auf bis zu 120 Stundenkilometer. Er setzte seine Fahrt durch Kuppenheim fort, wo sein Wagen an der Einmündung Wörtelstraße/Badstraße ausbrach und kurzzeitig zum Stillstand kam. Hierbei kam es zum Zusammenstoß mit dem verfolgenden Streifenwagen, der dabei an der rechten Fahrzeugfront beschädigt wurde. Offenbar unbeeindruckt von dem Unfall, setzte der Mini-Fahrer seine Flucht über die Murgtalstraße, Friedrichstraße und L67 in Richtung Haueneberstein fort und bog kurz vor Haueneberstein nach rechts in Richtung B3 ab.

Hubschrauber nimmt Verfolgung auf

Die Streifenbesatzung forderte einen Polizeihubschrauber an, um den Flüchtigen aus der Luft verfolgen zu können. Mit hohem Tempo ging die waghalsige Fahrt weiter. Teilweise schnitt der 19-Jährige die Kurven, gelangte hierbei auf die Gegenfahrbahn, ignorierte das Rotlicht verschiedener Ampeln und machte auch an Einmündungen keinen Halt. Ungebremst passierte er die Querungen und fuhr auf die B500 in Richtung Baden-Baden weiter.

Fahrer hat keinen gültigen Führerschein

An der Abfahrt in Richtung Bühl lenkte der Mann das Fahrzeug nach rechts und fuhr entlang der B3 in Richtung Sinzheim. Auf der Weinbergstraße, an der Ecke zur Altenburgstraße, nahm die abenteuerliche Flucht durch einen dort positionierten Streifenwagen schließlich ihr Ende. Wie sich bei den folgenden Ermittlungen herausstellte, war der junge Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Eine Alkohol- oder Drogenbeeinflussung war bei ihm nicht festzustellen. Während zur Instandsetzung des Polizeifahrzeugs etwa 10.000 Euro aufgebracht werden müssen, beziffert sich der Sachschaden am Mini auf rund 5.000 Euro, heißt es im Polizeibericht weiter.

Wer durch das Fahrverhalten des Mini-Lenkers gefährdet wurde, wird gebeten, sich unter der Rufnummer (0 72 21) 68 04 60 mit den Ermittlern des Verkehrsdienstes Baden-Baden in Verbindung zu setzen.

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Erstellt:
2. November 2020, 17:30 Uhr
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