Verkaufsoffener Sonntag in Bühl läuft gut

Bühl (jure) – Sehr viele Menschen hat am Sonntag der verkaufsoffene Sonntag in Bühl angezogen. Verkäufer sowie Kunden haben sich über ein Stück „Normalität“ in diesen Zeiten gefreut.

„Ein richtig gelungener Tag“: Michaela Kaiser, Geschäftsführerin der Gemeinschaft „Bühl in Aktion“ (Bina), ist zufrieden mit dem Event. Foto: Judith Feuerer

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„Ein richtig gelungener Tag“: Michaela Kaiser, Geschäftsführerin der Gemeinschaft „Bühl in Aktion“ (Bina), ist zufrieden mit dem Event. Foto: Judith Feuerer

Die Botschaft des verkaufsoffenen Sonntages war eindeutig: Die Menschen sehnen sich nach „Normalität“ zurück. Während die Besucher es genossen, ohne Maske durch die Stadt zu bummeln, und sich treiben zu lassen, waren die Händler begeistert davon, sich wieder präsentieren zu können.

Und zu allem Glück spielte auch das Wetter mit. „Ein richtig gelungener Tag“, freute sich Michael Kaiser, Geschäftsführerin der Gemeinschaft „Bühl in Aktion“ (Bina). „Wir haben versucht, alles auf die Straße zu verlagern und auf Indooraktionen zu verzichten“, erklärt sie mit Blick auf Corona. In der Tat wurde im Freien deutlich mehr als bisher und vor allem eine neue Vielfalt geboten.

Auf dem Jahrmarkt fanden sich mehr Marktbeschicker als beim letzten verkaufsoffenen Sonntag im Herbst ein. Erstmals waren auch mehr Anbieter von kunsthandwerklichen Artikeln dabei, sodass zwischen Ledergürteln, Handtaschen, Schmuck und Kräutern auch geflochtene Weidenartikel, Dekorationen oder Gedrechseltes entdeckt werden konnte. Italienische und französische Feinkost gab es ebenso wie regionale Leckereien. Ob Bratwurst, Magenbrot, Zuckerwatte, Churros oder Eis, kulinarische Genüsse waren bei den Besuchern mehr als gefragt. So war auch Martin Lott zufrieden mit seiner Premiere. Zusammen mit seinem Kochkollegen Patrick Braun verkaufte er zum ersten Mal in Bühl Maultaschen im Burger.

„Die Nachfrage ist richtig groß“

Endlich wieder bei den Kunden sein – dies sorgt auch bei Frank Wild für Erleichterung. Er und sein Bruder Marco waren mit ihrem Autohaus einer der zehn Teilnehmer, die zur Auto-Schau beitrugen. „Die Nachfrage ist richtig groß, die Leute interessieren sich sehr für die neuen Antriebsformen“, berichtet er.

Zwischen Autos und Verpflegungsständen hatten viele weitere Anbieter ihre Stände aufgeschlagen. Und überall war der Tenor ähnlich: Claudia Höß vom Obsthof Höß, die neben ihrem Stand ein „Apfel-Angeln“ anbot, machte deutlich „wie wichtig es ist, dass wir uns wieder zeigen und gesehen werden“. Und auch Stephanie Frey, die in der Friedrichstraße einen Laden für Kunstwerk betreibt, hofft „dass die Menschen wieder Lust bekommen, unbeschwerter einzukaufen“. Vor ihrem Laden bildeten Iris Guindos und ihre Tochter Janina Bastian mit ihren Spinnrädern einen Hingucker.

Wie sehr Familien den Tag nutzten, zeigte sich an einer Schlange beim Ponyreiten, am Andrang beim Kinderkarussell aber Spielmobil. Sicherlich am wichtigsten war der Tag aber vor allem für die Innenstadthändler, die mit dem verkaufsoffenen Sonntag die Attraktivität der Stadt und ihre Vielfalt an Geschäften zeigen wollte. In den Modehäusern gab es Farbe und Leichtigkeit zu entdecken, die Lust machte, sich wieder „schön anzuziehen und in die Normalität zurückzukehren“, wie es eine Kundin formulierte.

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Erstellt:
13. März 2022, 19:24 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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