Verkehrsschau hilft Unfälle verhüten

Gernsbach (red) –Eine Verkehrsschau als Präventivmaßnahme zur Unfallverhütung fand in Gernsbach statt. Die Verkehrsschaukommission nahm verschiedene neuralgische Punkte und Einrichtungen unter den Aspekten Sicherheit und Unfallverhütung ins Visier, berichtet die städtische Pressestelle.

Eines der Themen bei der Verkehrsschau: Optionen für einen barrierefreien Zugang des Fußgängerüberwegs an der Igelbachstraße. Foto: Stadt Gernsbach

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Eines der Themen bei der Verkehrsschau: Optionen für einen barrierefreien Zugang des Fußgängerüberwegs an der Igelbachstraße. Foto: Stadt Gernsbach

„Die Sicherheit im Straßenverkehr ist uns ein großes Anliegen. Gerade die sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer oder Personen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, benötigen unseren besonderen Schutz. Die regelmäßige Verkehrsschau dient der Optimierung der Verkehrssicherheit“, wird Hauptamtsleiter Thomas Lachnicht in der Mitteilung zitiert.

Die Kommission setzt sich aus Fachpersonal der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamts Rastatt, der Verkehrspolizei Offenburg, des städtischen Ordnungs- und des Bauamts sowie dem Hauptamtsleiter zusammen. Die sich aus der Schau ergebenden Verbesserungsvorschläge sind in rechtlicher, technischer, baulicher und finanzieller Hinsicht zu prüfen.

Auf Anregungen von Bürgern und auf Wunsch der Stadt Gernsbach wurde bei der Verkehrsschau eingehend geprüft, ob und wie ein barrierefreier Zugang für Fußgänger an der Igelbachstraße erzielt werden könnte. Auch wenn hier eine Lösung sehr wünschenswert wäre, sei aufgrund der Statik der Uferabstützung und wegen der Gewährleistung eines Anprallschutzes der Pkw in Richtung Murg eine Absenkung des Bordsteins leider nicht möglich.

Mehr Kapazität für Außengastronomie

Aufgrund der durch die Corona-Epidemie geforderten Abstandsregelungen für Gaststätten werden dieses Jahr die Kapazitäten zur Gästebewirtung und somit auch der zu erzielende Umsatz nahezu halbiert. Daher soll für die Gastronomie in dieser Saison die Möglichkeit geschaffen werden, die Bestuhlung im Außenbereich zu erweitern. Für einen ‚autofreien Sommer‘ könnte die Hauptstraße ab dem Marktplatz für Verkehr gesperrt werden mit Ausnahme einer Fahrgasse für Rettungsfahrzeuge und Anlieferverkehr. Im oberen Bereich der Hauptstraße könnten an der seitlichen Häuserfront zusätzliche Parkplätze geschaffen werden, so die Mitteilung weiter.

Überlegungen gab es auch zu Geschwindigkeitsreduzierungen in der gesamten Altstadt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs in der Altstadt wurden bei der Verkehrsschau positiv gewertet, bedürfen jedoch noch der verkehrsrechtlichen Anordnung des Landratsamts.

Überprüft wurden außerdem Verkehrsschilder und Markierungen im Hinblick auf Sichtbarkeit und Zustand. So wird angeregt, das Ortsschild an der Markgraf-Berthold-Straße zu erneuern, da es bei Dunkelheit schlecht oder gar nicht sichtbar ist.

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Erstellt:
26. Mai 2020, 11:42 Uhr
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