Verschmutztes Wasserparadies sorgt für Ärger

Baden-Baden (kos) – Wie sehr Müll im öffentlichen Stadtbild stört, zeigt ein Vorfall in der Wasserkunstanlage Paradies in Baden-Baden. Das Problem gibt es nicht erst seit der Pandemie.

Sieht wenig paradiesisch aus: Eine Leserin fand die gleichnamige Gartenanlage ziemlich verschmutzt vor. Foto: privat

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Sieht wenig paradiesisch aus: Eine Leserin fand die gleichnamige Gartenanlage ziemlich verschmutzt vor. Foto: privat

Im Paradies lagen beispielsweise am vergangenen Mittwoch zahlreiche Bierflaschen, Essensreste und Pizzakartons um den Mülleimer verteilt herum. Zwei Mal pro Woche, montags und freitags, inspiziert und säubert das städtische Gartenamt vor Ort das Paradies. Dennoch kann es vorkommen, dass dort eine Verschmutzung durch die Bevölkerung geschieht.

Die Kurstadt forderte im März den Einsatz aller Bürger bei der Reinhaltung der öffentlichen Bereiche, indem jeder seinen Müll umweltgerecht entsorgt. Das stößt nicht bei jedem auf offene Ohren.

Eine Leserin, die dann auch das BT informierte, fand den Platz am Paradies so vor: Der Bereich um einen Mülleimer war prall gefüllt und von außen vollgestellt mit leeren Bierflaschen und Essensabfällen, obwohl die aktuell geltende Corona-Verordnung Treffen in größerer Runde auch draußen nicht gestattet. Stadtpressesprecher Roland Seiter gab an, dass sich sogenannte Corona-Partys in den Gartenanlagen der Kurstadt nicht merkbar häuften. Dennoch sei ein kleiner Anstieg an außerhäuslichen Treffen zu verzeichnen, bei denen entsprechender Müll hinterlassen werde, fügte er auf Nachfrage hinzu. Die Gründe dafür ließen sich jedoch nicht ausschließlich auf die Pandemie zurückführen, sagte er.

Er bat erneut um mehr Mitarbeit der Bevölkerung beim Sauberhalten der öffentlichen Gelände: Bürger, die dennoch im Freien Müll produzierten, sollten diesen auch wieder entsorgen, um Vorfälle wie in der vergangenen Woche zu verhindern. Zudem machte er auf die Gefahr aufmerksam, die unter anderem von Glasscherben ausgehen kann und vor allem Kinder betreffe.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

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Erstellt:
5. Mai 2021, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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