Verstopfte Pumpwerke und Kanäle

Weisenbach (mm) – Hauptamtsleiter Walter Wörner berichtet von Störungen im Abwasserleitungsnetz der Gemeinde. Die Mitarbeiter des kommunalen Bauhofs sind bei der Beseitigung gefordert.

Feuchtes Toilettenpapier gehört nach Gebrauch in den Restmüll. Foto: Franziska Gabbert/dpa

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Feuchtes Toilettenpapier gehört nach Gebrauch in den Restmüll. Foto: Franziska Gabbert/dpa

Sechs Pumpwerke unterhält die Gemeinde: drei davon auf dem ehemaligen Holtzmann-Gelände, ein weiteres für den Bereich rechts der Murg sowie jeweils eines für links der Murg und eines für den Ortsteil Au. Diese müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden. Weisenbach gehört dem Abwasserverband Mittleres Murgtal an; die gemeinsame Kläranlage ist in Gernsbach auf der Weinau.

Die Störungen können verschiedene Ursachen haben. So werde nach Starkregen oder Schlagwettern Sand, Kies oder anderes Material in die Kanalisation gespült und sorge dort für Probleme, erläutert Wörner. Eine weitere Ursache für Störungen sind Gegenstände, die nicht über das Abwasserleitungsnetz entsorgt werden dürfen. Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass es nicht zulässig ist, in das Abwassernetz über Abflüsse in Küche, Bad oder Toiletten Fremdstoffe zu entsorgen. Spültücher, Putzlappen, Feuchttücher, Binden oder Einlagen gehören nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll. Sie können zu Kanalverstopfungen führen.

Hohe Kosten bei Verstopfungen

Wörner berichtet von einem Vorfall im Bereich „In den Höfen“. Dort war es zu einer Verstopfung gekommen, das Schmutzwasser staute sich zurück in ein Wohnhaus.

Die Feuerwehr wurde alarmiert, in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung wurde ein Fachbetrieb aus Gaggenau hinzugezogen, der mit einem Saug- und Spülwagen wieder für Durchfluss in der Rohrleitung sorgte.

Solche Vorfälle seien nicht nur für die Betroffenen, für Gemeindemitarbeiter oder freiwillige Helfer wie die Angehörigen der Feuerwehr, ärgerlich. Sie verursachen auch schnell hohe Kosten.

Diese würden zunächst von der Gemeinde beglichen, erläuterte Wörner. Wenn der Verursacher allerdings festgestellt werden kann, muss dieser die entstandenen Kosten übernehmen.

Die Gemeinde appelliert an ihre Bürger, das Abwassernetz nicht zur Müllentsorgung zu missbrauchen. Nur so könnten Störungen im Leitungsnetz oder den Pumpwerken verringert oder gänzlich vermieden werden. Das helfe der Kommune und den Bürgern, Kosten zu sparen, – oder sie entstehen erst gar nicht.

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Erstellt:
9. Juli 2020, 20:00 Uhr
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