Verzögerte Baderöffnung überrascht „Hellseher“

Murgtal (ans) – „Hellseher“-Wettbewerb: Der Gaggenauer Dieter Lang ist besser als die weiteren 516 Mitspieler. Zehn spannende neue Fragen zu 2022 warten nun auf richtige Antworten.

„Hellseher des Jahres“: Der Oberweierer Dieter Lang beantwortet als Einziger alle zehn Fragen richtig. Foto: Anna Strobel

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„Hellseher des Jahres“: Der Oberweierer Dieter Lang beantwortet als Einziger alle zehn Fragen richtig. Foto: Anna Strobel

„Ganz schön baff“ ist Dieter Lang, als er vom Sieg beim Hellseher-Wettbewerb des Badischen Tagblatts erfährt. Der gebürtige Oberweierer hat als Einziger von 517 Teilnehmern alle zehn Fragen richtig beantwortet.

„Wir machen jedes Jahr mit“, berichtet der 57-Jährige. Wie bei vielen BT-Lesern ist auch für Dieter Lang das „Hellsehen“ mit seinen Freunden eine über viele Jahre lieb gewonnene Silvestertradition. Bereits „acht oder neun Mal“ haben sie bisher teilgenommen. Doch wegen Corona hat sich die Clique 2020 nicht wie gewohnt getroffen. Am Gewinnspiel haben sie trotzdem teilgenommen. Wenn der Oberweierer nicht gerade das Silvesterquiz korrekt löst, spielt er Blasmusik im Musikverein oder Faustball. „Mit meiner alten Mannschaft habe ich 18 Jahre in der Bundesliga gespielt – erste und zweite Liga“, berichtet er stolz. Was er mit dem Einkaufsgutschein vor hat, das weiß Lang schon: „Den bekommt meine Frau.“

Nachstehend folgen die Fragen aus dem abgelaufenen Jahr und die richtigen Antworten:

1) Am 14. März sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Wird Winfried Kretschmann danach vom Landtag wieder zum Ministerpräsidenten gewählt?
Ja. Die dritte fünfjährige Amtszeit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat im Mai begonnen. Kritiker unterstellen Kretschmann gerne, eine „lahme Ente“ zu sein. Doch Kretschmann, sechs Jahre älter als Merkel, hat angekündigt, bis 2026 Regierungschef bleiben zu wollen. Dann ist der Grünen-Politiker 77.

2) Die Corona-Bekämpfung hängt wohl vor allem von der Impfbereitschaft der Bevölkerung ab. Lassen sich in Deutschland bis zum Stichtag 30. Oktober mindestens 60 Prozent der Bevölkerung impfen?
Ja. Dieses Ziel wurde übertroffen. Bereits einen Tag zuvor, am 29. Oktober, liegt die Impfquote dem täglichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts zufolge in Deutschland bei 66,6 Prozent.

3) Der Preis für Kraftstoff schwankt und verteuert sich zum Jahreswechsel um rund zehn Cent (Mehrwertsteuererhöhung und CO2-Abgabe). Kostet ein Liter E 5 am 1. Juni in Gaggenau um 12 Uhr an der AVIA-Tankstelle mehr als 1,40 Euro?
Ja. Im Juni sind die Corona-Infektionszahlen gefallen, während die Kraftstoffpreise gestiegen sind. Der durchschnittliche Preis für einen Liter Superbenzin in Deutschland lag im Juni bei 1,55 Euro.

Sechsmal Ja,viermal Nein

4.) Daniel Craig will nach „Keine Zeit zu sterben“ nicht mehr James Bond sein. Um seine Nachfolge ranken sich Gerüchte. Gibt es künftig eine weibliche Hauptdarstellerin?
Nein. Zumindest vorerst scheint das in absehbarer Zeit nicht der Fall zu sein. Zwar hat die Britin Lashana Lynch Bond in „Keine Zeit zu sterben“ als Doppel-Null-Agentin Konkurrenz gemacht, die neue James Bond ist sie aber wohl nicht. Die Suche nach Daniel Craigs Nachfolger hat trotz aller Spekulationen über mögliche Kandidaten (oder Kandidatinnen) noch nicht begonnen, wie die Produzenten im September klarstellten.

5) Der Sommer 2020 war als „Fahrstuhlsommer“ sehr wechselhaft. Wird vor dem 1. Juli in Gaggenau nach den Messungen von BT-Wettermann Dieter Kraft die 30-Grad-Marke im Murgtal geknackt sein?
Ja. Es war sogar der drittwärmste Juni seit 1881. Das Murgtal stand unter Hochdruckeinfluss, der das Thermometer der Wetterstation Ottenau schon am 18. Juni auf 35°C klettern ließ. In der zweiten Dekade kam außerdem die erste Hitzewelle über die Region. Vielerorts wurde die 30°C-Marke geknackt. Insgesamt hielt der Sommer 2021 allerdings nicht, was er versprach.

6) Die Skiliftbetreiber sind von Corona arg gebeutelt und hoffen jetzt auf den Winter 2021/2022. Läuft da der Skilift auf dem Kaltenbronn für die Öffentlichkeit spätestens am 15. Dezember 2021?
Ja. Die Skilifte Kaltenbronn haben am 9. Dezember das erste Mal in diesem Winter ihre Pforte für wintersportbegeisterte Besucher geöffnet.

7) Das Gaggenauer Waldseebad im Traischbachtal wird umgebaut. Kann es ab 1. Juni 2021 von der Öffentlichkeit genutzt werden?
Nein. Starke Regenfälle sorgten für die Verzögerung der Bauarbeiten und somit für Enttäuschung bei Gaggenauer Badefreunden. Kaum einer der Hellseher-Teilnehmer hatte mit der Verschiebung der Eröffnung des Waldseebads gerechnet. Zwischenzeitlich sah es auch so aus, als ob es mit dem Badespaß pünktlich hätte klappen können. Das Wetter machte letztlich einen Strich durch die Rechnung.

8) Der Lückenschluss der Tour de Murg zwischen Weisenbach und Hilpertsau ist seit 2005 Dauerthema. Der Bau der Radfahrerbrücke ist in vollem Gang und soll im August 2021 fertig werden. Kann sie ab 1. September von Radfahrern genutzt werden?
Nein. Radfahrer müssen sich weiterhin in Geduld üben. Der Lückenschluss soll erst im September des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Das Regierungspräsidium hat Hochwasser und Materialknappheit als Gründe für die Verzögerung genannt.

9) Die Olympischen Spiele wurden um ein Jahr verschoben. Ob Zuschauer zugelassen werden können, ist wegen Corona unklar. Unsere Frage: Findet Olympia 2021 in Tokio vor leeren Rängen statt?
Ja. Die historische Entscheidung fiel innerhalb weniger Stunden: Erstmals in der Olympia-Geschichte finden die Wettkämpfe vor leeren Rängen statt. Der kurz zuvor von der Regierung in Japan verhängte Corona-Notstand ließ keine andere Wahl als Geister-Spiele.

10) Jogi Löw führt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2021. Sie soll vom 11. Juni bis 11. Juli in elf europäischen Städten und in Baku stattfinden. Wird Löw am 1. November noch Bundestrainer sein?
Nein. Nach 15 Jahren als Bundestrainer hat Joachim Löw sein Amt abgegeben. Seinen Rücktritt hatte er schon vor der EM angekündigt. Im August wurde Hansi Flick neuer Bundestrainer.

Zehn Fragen für 2022

Nun viel Spaß und Glück mit den zehn Fragen zu 2022, bei denen die Antworten bis zum Stichtag (8. Januar) bei der Murgtalredaktion eingereicht werden müssen:

1) Heute herrscht ein weitgehendes Böllerverbot, um Krankenhäuser nicht durch zusätzliche Verletzte zu belasten. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist jedenfalls verboten. Unsere Frage: Dürfen die Menschen in Baden-Württemberg vor Silvester 2022 in Geschäften wieder Böller und Raketen kaufen, um sie zum Jahreswechsel zu zünden und in den Himmel steigen zu lassen?

2) Im November beginnt die Fußball-WM in Katar. Der neue Bundestrainer Hansi Flick will auch die Nationalmannschaft in die Erfolgsspur führen. Nachdem Flick zunächst das Halbfinale als Ziel ausgegeben hatte, sprach der frühere Erfolgstrainer des FC Bayern München zuletzt gar von einer Endspiel-Teilnahme. Schafft die DFB-Elf tatsächlich den Sprung ins Finale?

3) Obwohl Amtsinhaberin Katrin Buhrke ihren Verzicht ankündigte, bei der Bürgermeister-Wahl am 13. März 2022 in Forbach erneut zu kandidieren, zog auch der erste Bewerber Rocco Schröder seine Bewerbung zurück. Werden die Forbacher am 13. März die Wahl zwischen mindestens drei Bürgermeister-Kandidaten haben?

4) Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea belegte Deutschland im Medaillenspiegel knapp hinter Norwegen Platz zwei. In Peking wird der umstrittene Gastgeber China sicher eine Kraftanstrengung unternehmen, um ganz nach vorne zu kommen. Landet Deutschland trotzdem auf Platz eins des Medaillenspiegels?

Aktuell ist der Verkauf von Feuerwerkskörpern verboten. Da stellt sich die Frage, ob die Menschen in Baden-Württemberg vor Silvester 2022 wieder Böller und Raketen kaufen dürfen. Foto: dpa/Patrick Pleul

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Aktuell ist der Verkauf von Feuerwerkskörpern verboten. Da stellt sich die Frage, ob die Menschen in Baden-Württemberg vor Silvester 2022 wieder Böller und Raketen kaufen dürfen. Foto: dpa/Patrick Pleul

5) Schauspielerin Sophia Thomalla und der acht Jahre jüngere Tennisstar Alexander Zverev sind das neue Promi-Traumpaar des Boulevards. Kündigen die beiden im Jahr 2022 ihre Hochzeit an?

6) In Gaggenau stehen 2023 die nächsten OB-Wahlen an. Noch hat sich Amtsinhaber Christof Florus nicht aus der Deckung gewagt. Kündigt er im Laufe des Jahres seine erneute Kandidatur an?

7) Boris Palmer wird von seinen Anhängern für seine offenen Worte geschätzt. Für die Grünen in Baden-Württemberg ist der Oberbürgermeister von Tübingen aber ein rotes Tuch. Schließt die Partei Palmer, der sich dagegen wehrt, im Jahr 2022 aus?

8)Russland steht mit seiner Armee an der Grenze zur Ukraine. Wagt Wladimir Putin wie schon bei der Einverleibung der Krim erneut den Krieg mit dem militärisch unterlegenen Nachbarn?

9) Corona dürfte auch das ganze Jahr 2022 die Welt in Atem halten. Werden die Omikron- oder andere Covid-19-Varianten die Inzidenz in Deutschland noch einmal auf über 500 steigen lassen, wie manche Experten befürchten?

10) Wenn der FC Bayern München zum zehnten Mal in Folge deutscher Fußballmeister würde, wäre das keine Überraschung. Dagegen ist der Höhenflug des SC Freiburg auf Platz drei in der Bundesliga-Hinrunde eine Sensation. Unsere Frage: Halten die Breisgauer in der Rückrunde den minimalen Vorsprung vor Platz fünf und qualifiziert sich der SC somit für die Champions League?

Hinweis: Einsendeschluss am 8. Januar

Die Murgtal-Redaktion sucht wieder den „Hellseher des Jahres“. Mitmachen können alle Leserinnen und Leser, die folgende Spielregeln beachten: Einfach die im Text gestellten zehn Fragen zum Jahr 2022 mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten und an die Murgtal-Redaktion senden. Dies ist auf mehreren Wegen möglich: Entweder per Postkarte an das Badische Tagblatt, „Hellseher des Jahres“, Hauptstraße 27, 76571 Gaggenau. Oder per Fax an die Lokalredaktion Gaggenau, Fax-Nummer (0 72 25) 96 33 34 35. Oder per E-Mail an die Redaktionsadresse: redmurg@badisches-tagblatt.de. Natürlich können die Antworten auch schriftlich in den Geschäftsstellen unserer Zeitung eingereicht werden. Bitte geben Sie auf jeden Fall Ihre Telefonnummer und Adresse an! Einsendeschluss ist am Samstag, 8. Januar 2022. Der Gewinner erhält als Preis einen Einkaufsgutschein über 75 Euro. Bei mehreren Einsendungen mit gleicher Zahl an richtigen Lösungen entscheidet das Los. Nun wünschen wir allen Ratefreunden viel Spaß und natürlich viel Glück. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
31. Dezember 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 5min 35sec

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