Viele Muggensturmer gönnen Späth den Wahlerfolg

Muggensturm (rjk) – Bei einem Bürgertreffen gratulieren rund 150 Eiwnohner ihrem Noch-Ortsoberhaupt Dietmar Späth zum OB-Sessel in Baden-Baden. In Muggensturm soll nun am 10. Juli gewählt werden.

Anstoßen auf den Wahlsieg: Beim Bürgertreffen gratulieren rund 150 Einwohner ihrem Noch-Ortsoberhaupt Dietmar Späth zu seinem Erfolg in Baden-Baden. Foto: Ralf Joachim Kraft

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Anstoßen auf den Wahlsieg: Beim Bürgertreffen gratulieren rund 150 Einwohner ihrem Noch-Ortsoberhaupt Dietmar Späth zu seinem Erfolg in Baden-Baden. Foto: Ralf Joachim Kraft

Gut gefüllt war am Mittwochabend der Rathausvorplatz in Muggensturm. Die Gemeindeverwaltung hatte zum „Bürgertreffen mit Dietmar Späth“ eingeladen. Rund 150 Bürger kamen, um ihrem Noch-Ortsoberhaupt nach der gewonnenen OB-Wahl in Baden-Baden persönlich zu gratulieren.
Über Späths Weggang sind sie zwar traurig, gönnen ihm aber den OB-Sessel an der Oos, wie sich bei einer kleinen Umfrage zeigt. Der künftige OB der Bäderstadt (parteilos) hatte sich im zweiten Wahlgang klar gegen den Baden-Badener Sozialbürgermeister Roland Kaiser (Grüne) durchgesetzt.

„Von Glückwunsch-Mails und Whatsapp-Nachrichten überflutet“

Späth, der aktuell „von Glückwunsch-Mails und Whatsapp-Nachrichten geradezu überflutet“ wird, zeigte sich „dankbar für die Zeit in Muggensturm“. Wenn er die Gemeinde verlasse, um am 10. Juni sein neues Amt anzutreten, tue er dies zwar mit schwerem Herzen und Abschiedstränen in den Augen, aber auch mit einem „sehr guten Gefühl“. Denn er hinterlasse eine gut aufgestellte Gemeinde.

In seiner kurzen Ansprache blickte der 58-Jährige auf die vergangenen sechs Wochen zurück. „Das war eine spannende, sehr intensive Zeit im Teamwork mit meiner Frau Susanne.“ Irgendwie sei das alles über ihn „hereingebrochen wie ein Sommergewitter“. In Baden-Baden beworben habe er sich erst, „als ich sicher war, dass ich dort ein anständiges Ergebnis erreichen kann“.

Letztlich liege sein Wahlerfolg in der „Erfolgsgeschichte von Muggensturm“ begründet, meinte Späth. Und auch darin, „dass die Baden-Badener wohl gesehen haben, dass da einer ist, der Gas geben kann“. Besonders gefreut habe er sich über den großen Zuspruch während des Wahlkampfs und über das große Verständnis, das ihm die Muggensturmer entgegengebracht haben.

Noch Zeit, „um einiges zu erledigen“

Noch bis 9. Juni bleibt dem Verwaltungschef „Zeit, um einiges zu erledigen“. Ganz oben auf der Liste des gebürtigen Fautenbachers, der seit 1993 die Geschicke der 6.200-Einwohner-Gemeinde lenkt, steht die Fertigstellung der Wolf-Eberstein-Halle als Sport- und Kulturzentrum.

Zudem hat er noch den kommunalen Haushalt vor der Brust, „der hoffentlich beschlossen wird; es sieht aber sehr gut aus“. Zur Wahl des neuen Bürgermeisters teilte er mit, dass diese am 10. Juli stattfinden werde, also just an dem Tag, an dem das Volksfest über die Bühne gehen soll.

Und was meinen die Bürger? „Ich bin sehr traurig, dass er geht. Doch ich gönne es ihm und habe auch damit gerechnet, dass er es schafft“, sagt Joachim Arndt. „Er hat hier fast 30 Jahre gute Arbeit geleistet. Egal wer auf ihn folgt – er oder sie tritt in große Fußstapfen.“

Bürgerin: „Schon traurig, ihn gehen zu lassen“

Auch Anni Müller bedauert Späths Weggang. Für sie kam seine Bewerbung in Baden-Baden zwar „ein bisschen überraschend“. Andererseits sei bekannt gewesen, dass er Herausforderungen suche.

Ginge es nach Beatrice Klagmann, müsste das neue Ortsoberhaupt „ein zweiter Späth“ sein. „Also ein Mensch, dem die Vereine wichtig sind. Das fand ich an ihm immer ganz toll. Er ist bürgernah, auf allen Festen präsent und hat mich und meinen Kinderchor immer unterstützt“, erzählt die Leiterin der „Happy Kids“ des Muggensturmer Männergesangvereins. „Es ist zwar schon traurig, ihn gehen zu lassen. Aber ich bin sicher, dass er seine Sache in Baden-Baden genauso gut machen wird wie hier in Muggensturm.“

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Erstellt:
31. März 2022, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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