Vielseitiges Angebot in Michelbach

Gaggenau (er) – Hof-Flohmärkte sind momentan im Murgtal beliebt. Nachdem vor einer Woche eine solche Veranstaltung in Sulzbach ein Erfolg war, strömten am Samstag die Menschen nach Michelbach.

Mund- und Nasenschutz gehört direkt an den Ständen in Michelbach dazu.

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Mund- und Nasenschutz gehört direkt an den Ständen in Michelbach dazu.

Mit Taschen und Rucksäcken ausgerüstet waren am Samstag viele Familien in den Straßen von Michelbach unterwegs. Ihr Ziel: die rund 30 Flohmarktstände in Privathöfen und -garagen, die im gesamten Dorf verteilt waren. Während der ersten, regenreichen Stunde war die Resonanz noch verhalten, doch dann nahm die Zahl der Besucher stetig zu. In einer ausführlichen Übersicht konnten sich Interessierte nicht nur über den Standort der Anbieter informieren, sondern sich auch einen Überblick über das individuelle Warenangebot verschaffen. Ein hilfreicher Service, der bei allen Besuchern gut ankam.

Das vielseitige Angebot bot Kurioses und Interessantes für Jung und Alt. Der Schwerpunkt der Aktion lag auf Kinderwaren wie Kleidung, Fahrrädern und Spielzeug. Es gab aber auch zahlreiche Stände mit Lampen, Deko-Artikeln, Erwachsenenbekleidung, Haushaltswaren, Schallplatten, CDs und Büchern, auch ein Schlagzeug sowie eine Gitarre suchten einen Interessenten.

Neben der örtlichen Bevölkerung lockte die Aktion Besucher aus den verschiedenen Ortsteilen von Gaggenau an sowie aus dem Raum Rastatt und Karlsruhe und profitierte zudem vom samstäglichen Durchgangsverkehr. So hielten Autofahrer mit Aalener und Schweizer Kennzeichen an, um sich das Angebot anzusehen und das eine oder andere Schnäppchen zu machen.

Überrascht über regen Zulauf und Kaufinteresse

Unter den Anbietern war die Stimmung durchweg positiv. Viele zeigten sich überrascht über den regen Zulauf und das ausgeprägte Kaufinteresse. So ist es nicht verwunderlich, dass sich alle Teilnehmer eine Neuauflage der Aktion im kommenden Jahr wünschen, idealerweise mit ein paar Wochen mehr Vorlauf und zeitiger im Jahr. „Der Flohmarkt im eigenen Hof bietet viele Vorteile. Man spart sich die Standgebühren, kann daheim in Ruhe auf- und abbauen und sich bei Bedarf auch mal einen Kaffee kochen“, da sind sich Sabrina und Sven Gieseking einig, die zum Beispiel eine 50 Jahre alte, selbstgefertigte Weihnachtskrippe vom Großvater im Angebot hatten.

Beim Flanieren entdecken junge und ältere Besucher das eine oder andere Schnäppchen. Fotos: Elke Rohwer

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Beim Flanieren entdecken junge und ältere Besucher das eine oder andere Schnäppchen. Fotos: Elke Rohwer

„Durch die Verteilung im ganzen Ort kommt es außerdem zu keinen geballten Besucheransammlungen, die Leute kommen rege, aber zeitlich versetzt. Dadurch hat man immer wieder Gelegenheit für ein freundliches Gespräch am Rande.“ Das Paar zeigte sich, wie viele Anbieter, ausgesprochen zufrieden. Auch Standbesitzerin Simone Krieg war für den Flohmarkt durch ihr Haus gestreift, um ihr Angebot zu erweitern. Andere nutzten die Gelegenheit, um im Keller oder auf dem Speicher auszumisten. Einer Folgeveranstaltung steht wohl nichts im Wege.

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Erstellt:
11. Oktober 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
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