Vier Fragen an „Spaßvogel“ Guido Cantz

Baden-Baden (ml) – Am 17. Juli präsentiert Guido Cantz wieder die vom SWR produzierte Show „Verstehen Sie Spaß?“. Ende des Jahres hört er damit auf. Das BT hat vier Fragen an ihn.

Guido Cantz wird noch vier Ausgaben von „Verstehen Sie Spaß?“ moderieren. Foto: SWR/Wolfgang Breiteneicher

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Guido Cantz wird noch vier Ausgaben von „Verstehen Sie Spaß?“ moderieren. Foto: SWR/Wolfgang Breiteneicher

Seit 2010 prägt Guido Cantz als Moderator – und oft auch als Lockvogel – die Samstagabendshow „Verstehen Sie Spaß?“. Am 17. Juli, 21. August, 9. Oktober und 18. Dezember wird er nochmals seine Gäste im Ersten begrüßen, dann ist Schluss. Im Gespräch mit BT-Redakteur Markus Langer spricht er nicht nur über die Hintergründe seines Abschieds.

BT: Herr Cantz, als Sie im Jahr 2010 erstmals die Sendung als Moderator präsentierten, sagten Sie, dass das für Sie eine Herzensangelegenheit sei. Wenn Sie heute zurückblicken: Was hat Ihnen die Arbeit zurückgegeben?
Guido Cantz: Ganz viel, die Sendung ist ja ein Fest. Es macht mir immer noch viel Spaß, am Mikrofon oder vor der Kamera zu stehen – sowohl auf der Bühne als auch im Fernsehstudio oder beim Dreh der Filme. Es war eine super Entscheidung, auch weil niemand wusste, ob oder wie lange das nach Frank Elstner mit mir als Moderator gehen würde. Ich bin sehr froh, dass mir der SWR, damals noch mit dem Unterhaltungschef Rainer Matheis, die Möglichkeit gegeben hat und ich mich dafür entschieden habe. Von den Erfahrungen, die ich in bald zwölf Jahren sammeln durfte, werde ich noch lange erzählen.

BT: Sie sind mit dem Anspruch angetreten, die Sendung auch wieder für jüngere Zuschauer attraktiver zu machen. Wie ist Ihnen das gelungen?
Cantz: Ich wollte, dass „Verstehen Sie Spaß?“ wieder stärker eine Sendung für die ganze Familie wird, bei der auch Kinder zuschauen. Sie lieben diese Sendung, weil dort Kinder auch mal Erwachsene reinlegen dürfen. Wir haben die Art der Filme etwas verändert und die Gäste anders präsentiert. Bei Frank Elstner gab es Einzelgespräche, ich wollte ein Sofa, auf dem die Gäste uns den ganzen Abend lang begleiten. Und ein unglaublicher Erfolg ist unser You-Tube-Kanal, der im gleichen Jahr an den Start ging und bis heute weit mehr als eine Milliarde Klicks zählt.

BT: Haben sich die Streiche auch verändert?
Cantz: Da hat sich im Laufe der Jahre viel getan. Wir arbeiten heute bei manchen Filmen mit sehr kleinen Kameras, die man nicht mehr sehen kann. Wir können Ihnen heute drei oder fünf Kameras in Ihr Auto einbauen, die Sie nicht finden werden. Da hat sich bei der Produktion viel getan. Bei manchen Filmen setzen wir 20 Kameras ein. Es ist viel aufwendiger geworden, aber dafür haben wir auch die Qualität nochmals steigern können.

BT: Als Sie kürzlich bekanntgaben, dass Sie Ende des Jahres mit „Verstehen Sie Spaß?“ aufhören, sagten Sie, dass Sie noch mal etwas anderes machen wollen. Was, ließen Sie da offen. Werden Bühne und Studios noch eine Rolle spielen?
Cantz: Ja klar. Ich gebe nicht meinen Abschied von der Bühne oder vom Fernsehen. Das macht mir ja Spaß, es war immer mein Berufswunsch. Im Oktober kann ich mein 30-jähriges Bühnenjubiläum feiern. Das wird auf jeden Fall weitergehen. Ich möchte „Verstehen Sie Spaß?“ bis zum Ende des Jahres vernünftig zu Ende bringen und danach sehen, was ich dann mache. Ich werde sicherlich keine politische Talkshow moderieren, das können andere sicherlich besser. Ich werde auch weiterhin die Menschen unterhalten, da gibt es ja auch verschiedene Möglichkeiten. Ich habe da keine Eile.

Das ausführliche Interview ist am Samstag im Magazin erschienen und auch im E-Paper nachzulesen.

Vier Fragen an:“ ist eine Reihe der BT-Onlineredaktion. Die vier Fragen richten sich an Menschen, die gerade im Fokus stehen, etwas Interessantes erlebt oder zu erzählen haben oder aufgrund ihrer Tätigkeit interessant sind. Die Beiträge der Reihe werden sonntags auf der Homepage des Badischen Tagblatts veröffentlicht.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Langer

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Erstellt:
11. Juli 2021, 06:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 52sec

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