Vierte Reinigungsstufe in Vimbuch verzögert sich

Bühl (cn) – Bei der Sitzung des Abwasserzweckverbands Bühl und Umgebung informierte der Geschäftsführer über die Verzögerung der vierten Reinigungsstufe im Verbandsklärwerk Vimbuch.

Der angehende Abwassermeister Gregor Heußer zeigt den pulverisierten Klärschlamm. Foto: Christina Nickweiler

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Der angehende Abwassermeister Gregor Heußer zeigt den pulverisierten Klärschlamm. Foto: Christina Nickweiler

Die Baumaßnahme zum Einbau der vierten Reinigungsstufe im Verbandsklärwerk Vimbuch wird sich weiter in die Länge ziehen. Dies kündigte Geschäftsführer Wolfgang Eller am Montag bei der Sitzung des Abwasserzweckverbandes Bühl und Umgebung an. Bei der Sitzung wurden Oberbürgermeister Hubert Schnurr als Vorsitzender und der Ottersweierer Bürgermeister Jürgen Pfetzer als sein Stellvertreter von den Vertretern der Mitgliedsgemeinden bestätigt.
Eller ging auf die Gründe der weiteren Verzögerung ein, er erwartet aufgrund der aktuell hohen Preise für Bauleistungen und Material eine enorme Kostensteigerung. „Die aktuelle Preissituation macht uns Kummer“, sagte der Geschäftsführer. Aus diesem Grund möchte Eller erst im Herbst die Ausschreibung für die Rohbauarbeiten starten. Mit der späteren Ausschreibung hofft er, die gesteigerten Kosten ein Stück weit abfangen zu können. Er erwarte dann „eine belastbare Kostensituation“. Als Baubeginn nannte der 2022.

Funktionsstörung im Frühjahr

Zu diesem Zeitpunkt kann dann nach den Worten des Geschäftsführers auch die Umlagerung des mit PFC (Perfluorierte Chemikalien) verseuchten Erdmaterials vom Areal des Verbandsklärwerkes in die dafür vorgesehene Zwischenlagerstätte Bußmatten beginnen. Die Hälfte der PFC-belasteten Erde soll später entlang der neuen mit Tuchfilter ausgestatteten Becken verbaut werden.

Ebenso berichtete Wolfgang Eller von einer Funktionsstörung, die im Frühjahr durch einen Riss an einem Kunststoffrohr in einem Hebewerk verursacht worden war. Eller sprach von einer Materialermüdung.

Weiteres Thema war die langfristige Strategie, wonach der in der Verbandskläranlage anfallende Klärschlamm künftig verbrannt werden soll. Derzeit gibt es eine Vereinbarung, dass der Klärschlamm nach Karlsruhe geliefert wird. Aufgrund einer längeren Vertragslaufzeit wird künftig eine Anlieferung nach Freiburg ins Auge gefasst. Um diese Option zu ermöglichen, stimmte die Versammlung für eine Mitgliedschaft bei der „Klärschlammverwertung Zweckverband Südbaden“. Geschäftsführer Eller teilte mit, dass im August die Entscheidung falle, wohin der Klärschlamm geliefert würde.

Ebenso stand eine Kreditaufnahme des Abwasserzweckverbandes in Höhe von 3,2 Millionen Euro auf der Tagesordnung. Verbandsrechner Rudi Volz legte ein Angebot einer Münchner Finanzvermittlungs- und Devisengesellschaft vor. Die Versammlung votierte einstimmig für dieses Angebot. Einstimmig nahm das Gremium auch den Revisionsbericht von Petra Ewert zur Kenntnis.

Auch Zweckverband Wasserversorgung hat getagt

Der Zweckverband Wasserversorgung Bühl und Umgebung hat den Jahresabschluss 2020 zustimmend zur Kenntnis genommen. Laut Verbandsrechner Adnan Yildirim belief sich die Bilanzsumme auf 4,1 Millionen Euro. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus dem Anlagevermögen (Gebäude, Grundstücke, Produktionsanlagen) in Höhe von zirka 3,5 Millionen Euro sowie dem Umlaufvermögen von mehr als 550.000 Euro. Auf der Passivseite präsentierte der Verbandsrechner ein Eigenkapital von 2,5 Millionen Euro sowie Verbindlichkeiten von 1,6 Millionen Euro. Rund 81.000 Euro wurden als Rückstellungen gebildet.

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Erstellt:
15. Juni 2021, 11:00 Uhr
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