Virtuelle Räume im realen Schlosspark

Karlsruhe (BT) – Bei den Schlosslichtspielen in Karlsruhe sind ab Mitte August sieben verschiedene Video-Shows zu sehen.

Bei der Arbeit „Nucleus“ des Instituts für Musikinformatik und Musikwissenschaft sowie dem Computer-Studio der Hochschule für Musik Karlsruhe steht Musik im Zentrum. Foto: Patrick Borgeat

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Bei der Arbeit „Nucleus“ des Instituts für Musikinformatik und Musikwissenschaft sowie dem Computer-Studio der Hochschule für Musik Karlsruhe steht Musik im Zentrum. Foto: Patrick Borgeat

Unter dem Motto „Das Leben in die Hand nehmen“ präsentieren vom 18. August bis 3. Oktober die Stadt Karlsruhe und das ZKM sogenannte „Projection Mappings“ internationaler Künstlergruppen. Dabei wird die Fassade des Karlsruher Schlosses mit drei „Projection Mappings“, die im vergangenen Jahr bei der digitalen Ausgabe der Schlosslichtspiele nur virtuell zu sehen waren, und mit vier weiteren, neuen Arbeiten angestrahlt.

Mit „Synthetic Sonnets“ verdichtet Antonin Krizanic Zukunft und Gegenwart auf der barocken Schlossfassade, die Siegerproduktion des erstmals vergebenen BBBank-Newcomer-Preises „Karlskompensator“ von Crushed Eyes Media lädt zu einer Reise durch die Stadtgeschichte ein und die Light-Show „Ganesis“ vom Berliner Künstler Spiegelball hat die Evolution zum Inhalt. Das Besondere dabei: Was zu sehen ist, wurde größtenteils von einer Künstlichen Intelligenz berechnet. „Nucleus“ erweckt die Klänge von Musikern visuell zum Leben. Grundlage ist Wolfgang Rihms gleichnamige Komposition. Die Aufnahmen des Konzerts sind umrahmt von organischen Gebilden, geschaffen vom Institut für Musikinformatik und Musikwissenschaft sowie dem Computer-Studio der Hochschule für Musik Karlsruhe, die in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiert.

„Wir können das Leben wieder in die Hand nehmen und nach Chancen und Horizonten des analogen Lebens greifen. Die Schlosslichtspiele feiern beide Daseinsformen: Die virtuellen Räume im realen Schlosspark“, so Professor Peter Weibel, Kurator der Schlosslichtspiele und künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM Karlsruhe in einer Mitteilung.


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