Virtuosität am Herd gefragt

Ötigheim (sb) – Sven Hochstuhl ist leidenschaftlicher Koch. Jetzt ist er in der TV-Show „Tellertausch“ zu sehen. Sein zweiter Fernsehauftritt.

Nach der „Küchenschlacht“ jetzt der „Tellertausch“: Sven Hochstuhl aus Ötigheim hat TV-Erfahrung. Foto: Gunnar Nicolaus/ Südwestrundfunk

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Nach der „Küchenschlacht“ jetzt der „Tellertausch“: Sven Hochstuhl aus Ötigheim hat TV-Erfahrung. Foto: Gunnar Nicolaus/ Südwestrundfunk

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei oder das leckere Essen. Doch genau die Idee einer Kochgruppe steckt hinter einer Kochshow mit Johann Lafer, an der der Ötigheimer Sven Hochstuhl teilgenommen hat. Zu sehen sein wird „Tellertausch“ am morgigen Mittwoch, 23. März, um 13:45 Uhr im SWR-Fernsehen.
Die Aufzeichnung hat bereits Ende vergangenen Jahres in Hamburg stattgefunden. „Es war ein tolles Erlebnis“, berichtet Sven Hochstuhl und freut sich bereits auf die Sendung. Wie er dabei abgeschnitten hat, will er natürlich nicht verraten. Nur so viel sagt er: „Es war eine echte Herausforderung.“

Denn insgesamt vier Kandidaten hatten gerade einmal 35 Minuten Zeit, ein Gericht von Johann Lafer nachzukochen. Ein Rezept gibt es nicht. „Lediglich die Zutaten, allerdings auch nicht in abgewogenen Mengen, und ein Foto, wie der fertige Teller später aussehen soll, waren die einzigen Hilfsmittel“, berichtet Sven Hochstuhl. Gemeinsam mit drei weiteren Kandidaten kocht der Ötigheimer an einer vor vier Kochstellen.

Mehrmals pro Sendung heißt es plötzlich „Tellertausch“ und eine Drehbühne bringt die Hobbyköche per Zufallsgenerator in eine andere Küche. Hier kochen sie dann das neue Gericht unter Zeitdruck weiter. „Ich musste also mehrmals ein Gericht weiterkochen, das jemand anders begonnen hat“, beschreibt Sven Hochstuhl und nennt auch gleich das große Problem: „Eine Übergabe zwischen den Köchen gab es natürlich nicht.“

Sympathischer Johann Lafer

Johann Lafer hat der 35-jährige bei seinem TV-Auftritt als einen sehr sympathischen und umgänglichen Starkoch kennengelernt. Vor und hinter der Kamera: „Es war eine tolle Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte“, macht Hochstuhl klar. Für ihn war es übrigens nicht die erste Kochshow, denn bereits vor gut fünf Jahren hatte er an der Sendung „Küchenschlacht“ im ZDF teilgenommen und sich dabei bis ins Wochenfinale gekocht. Bei seinem aktuellen Auftritt galt es dieses Mal, Zweierlei vom Ziegenkäse, ein Tandoori-Huhn, gebackene Forelle mit einem lauwarmen Kartoffelsalat und Rindfleischsatés mit einer Erdnusscreme in kurzer Zeit so zu kochen, dass Spitzenköchin Cornelia Poletto als Jurorin begeistert war. „Die Gerichte waren in meinen Augen alle sehr anspruchsvoll, vor allem unter dem herrschenden Zeitdruck“, so Hochstuhl, der als Finalgericht schließlich die gebackene Forelle präsentieren durfte.

Gereizt hat ihn am neuen Format vor allem die Tatsache, dass vor der Sendung so gut wie nichts bekannt war. So gab es keine Rezepte, die man hätte probekochen können, und keine Informationen, welche Zutaten genau zur Verfügung stehen. Zudem werden beim „Tellertausch“ nicht alltägliche Gerichte gekocht. „Wir wussten vorher nicht, dass wir beispielsweise das Filet erst auslösen mussten. Johann Lafer hat da während der Sendung aber super geholfen“, so Sven Hochstuhl. Die Show wurde durchgehend aufgezeichnet. Einen zweiten Versuch hatte also kein Kandidat. Nicht nur Sven Hochstuhl ist da ganz schön gefordert worden.

Privat liebt der Hobbykoch die gut bürgerliche Küche und steht in seinem Ötigheimer Haus gerne für einen guten Rinderbraten, ein schönes Schmorgericht oder auch einen leckeren Fisch am Herd. Zum Schmorgericht gibt es dann besonders gerne Spätzle. „Natürlich handgeschabt“, lacht Sven Hochstuhl, der seit gut einem Jahr den Ötigheimer Männerkochclub leitet, der sich außerhalb von Corona-Zeiten einmal im Monat in der Ötigheimer Mehrzweckhalle trifft und dann jeweils ein Drei-Gänge-Menü zaubert. Zehn Männer sind dabei und freuen sich stets auf die neuen Rezepte, die Hochstuhl für sie aussucht. „Das unterscheidet uns vom Fernsehen: Bei uns gibt es noch ein Rezept und hier verderben viele Köche nicht den Brei, sondern ergänzen sich hervorragend.“

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Erstellt:
23. März 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 48sec

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