Volksbank-Fusion: Auch Karlsruher Vertreter stimmen zu

Karlsruhe/Baden-Baden (vo) – Die Entscheidung für den Zusammenschluss der Volksbanken Baden-Baden Rastatt und Karlsruhe ist endgültig gefallen: Auch die Karlsruher Vertreter stimmten nun zu.

Die Zentrale der Volksbank Karlsruhe in der Ludwig-Erhard-Allee: Von dort aus wird die neue Genossenschaftsbank gesteuert. Foto: Voba Karlsruhe

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Die Zentrale der Volksbank Karlsruhe in der Ludwig-Erhard-Allee: Von dort aus wird die neue Genossenschaftsbank gesteuert. Foto: Voba Karlsruhe

Die Fusion der Volksbanken Karlsruhe und Baden-Baden Rastatt ist unter Dach und Fach. Am Dienstagabend gab die Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank in der Fächerstadt dafür grünes Licht. Der Zusammenschluss zur neuen Volksbank Karlsruhe Baden-Baden eG gilt rückwirkend zum 1. Januar.

Wie schon bei der Vertreterversammlung in Baden-Baden am Montag mit 98,4 Prozent Zustimmung war auch in Karlsruhe das Votum eindeutig: 100 Prozent des Gremiums befürworteten die Verschmelzung der beiden badischen Institute. Damit sind die Ende des vergangenen Jahres aufgenommenen Fusionsgespräche nun auch formell beendet. Das gemeinsame Institut verfügt über eine Bilanzsumme von rund 6,4 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 800 Mitarbeiter. Das Geschäftsgebiet mit gut 40 Filialen reicht künftig von Forbach bis Linkenheim-Hochstetten und von Berghausen bis Rastatt-Wintersdorf.

Beide Seiten betonten, dass fusionsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien und Einsparungen im Personalbereich schon jetzt aus der internen Besetzung freier Stellen realisiert werden könnten. Die Eintragung der Fusion ins Genossenschaftsregister ist zum 1. Juli vorgesehen, die Zusammenlegung der Bankdaten und der IT-Landschaft folgt am 24. Juli. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt für die Kunden der bisherigen Volksbank Baden-Baden Rastatt alles wie gehabt.

Wesentliche personelle Veränderungen


Danach jedoch gelten Bankleitzahl und BIC der Volksbank Karlsruhe und somit auch neue IBAN-Nummern. Beide Häuser wollen die von einer Umstellung betroffenen Kunden rechtzeitig und umfassend informieren. „Wir freuen uns über das klare Votum unserer Vertreterinnen und Vertreter. Sie haben damit den Weg frei gemacht für eine zukunftssichere und leistungsstarke Bank entlang der Rheinschiene. Durch die Verschmelzung sichern wir nachhaltig die Regionalität und die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden. Zudem können wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Zukunft mit sicheren und vor allem attraktiven Arbeitsplätzen bieten“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Karlsruhe, Andreas Lorenz, der auch an der Spitze der künftigen Volksbank Karlsruhe Baden-Baden stehen wird.

Die gestrige Vertreterversammlung der Volksbank Karlsruhe brachte neben dem Fusionsbeschluss noch wesentliche personelle Veränderungen mit Blick auf den künftigen Aufsichtsrat: Joachim Wohlfeil (70), langjähriger Vorsitzender des Gremiums der Voba Karlsruhe, legt sein Amt ebenso nieder wie Aufsichtsratsmitglied Rolf Schweiger. Beide hatten diesen Schritt schon im Vorfeld für Fall eines positiven Fusionsvotums angekündigt, um das notwendige Abschmelzen des Gremiums zu ermöglichen.

Das künftige Aufsichtsgremium startet nun mit 21 Mitgliedern. Davon entsendet die Volksbank Karlsruhe neun, die Volksbank Baden-Baden fünf und die Arbeitnehmerseite sieben Vertreter. Die Arbeitnehmer waren bislang nicht in den Aufsichtsräten vertreten. Da die neue Volksbank jedoch mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt, greifen die Bestimmungen des sogenannten Drittelbeteiligungsgesetzes.

Damit stellt die Arbeitnehmerseite fortan ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder. Vonseiten der Volksbank Baden-Baden Rastatt werden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Christiane Ritter, Horst Fritz, Thomas Schmid und Armin Seifermann auch dem neuen Gremium angehören. Ebenso wurde der bisherige Vorstandsvorsitzende Hans Rudolf Zeisl in den gemeinsamen Aufsichtsrat berufen. Er scheidet planmäßig zum 30. Juni aus seinem Vorstandsamt aus.


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