Volksbank hält an Neubauplänen fest

Gernsbach (vgk) – Die Volksbank-Filiale bleibt ein Eckpfeiler für die angestrebte Modernisierung des Kelterplatzes – auch wenn sich der Gaggenauer Investor Konzok aus dem Projekt zurückgezogen hat.

Für ein Mehr an Aufenthaltsqualität am Kelterplatz ist der Neubau der Volksbankfiliale (hinten links) von elementarer Bedeutung. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Für ein Mehr an Aufenthaltsqualität am Kelterplatz ist der Neubau der Volksbankfiliale (hinten links) von elementarer Bedeutung. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Um die Neugestaltung des Kelterplatzes, dem Bereich zwischen Volksbankgebäude in der Bleichstraße und Kelterhochhaus, ist es ruhig geworden. Im Oktober 2019 hat sich der Gemeinderat Gernsbach zuletzt öffentlich mit der Gestaltung des Areals beschäftigt. Verbesserung der Aufenthaltsqualität – so lautet die Zielvorgabe, unter der die Planungen laufen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Neubau der Volksbankfiliale.

Bankenlandschaft im Umbruch

Die Bankenlandschaft ist im Umbruch. Eine in diesem Bereich fortschreitende Digitalisierung, Niedrigzinsniveau und abnehmende Kundenfrequenz durch Online-Banking machen Fusionen zu größeren Einheiten sowie ein Ausdünnen des Filialnetzes unumgänglich, um wirtschaftlich zu bleiben. Darauf verwies im Rahmen eines Pressegesprächs der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Baden-Baden Rastatt, Hans Rudolf Zeisl. Unbeeinflusst von den aktuellen Fusionsgesprächen mit der Volksbank Karlsruhe will man an der Filiale und dem Neubauprojekt in Gernsbach festhalten: „Gernsbach ist ein gutes Standbein, das wir nicht aufgeben wollen“, betont Zeisl.

Die Neugestaltung des Kelterplatzes sieht den Neubau des Hauses Olinger (Salmengasse 3) und der Volksbank als zentrale Elemente vor. Ein kleiner Platz schräg gegenüber vom „Piazza“ (ehemals „Grammophon“), ein Spielplatz am hinteren Bereich des Kelterhochhauses und viel Grün sollen die Fläche aufwerten. Eine Tiefgarage ist vorgesehen, um so viele Stellplätze wie möglich unter die Erde zubringen. Fehlentwicklungen wie bei der Neugestaltung des Salmenplatzes sollen möglichst vermieden werden.

Eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des Areals um das Kelterhochhaus zum Wohlfühlort fällt der Volksbank zu. Das in die Jahre gekommene Bankgebäude in der Bleichstraße ist dem Abriss geweiht. „Eine Generalsanierung ist für uns nicht zielführend. Wir brauchen vernünftige Räumlichkeiten“, betont der Vorstandsvorsitzende. Vorgesehen ist eine noch zu eruierende Mischung aus Bankfiliale und Wohnungsbau. Das Ganze müsse sich betriebswirtschaftlich rechnen.

Investorensuche läuft

Vom Projekt als Investor zurückgezogen hat sich laut Aussage Zeisls die Konzok Planen + Bauen GmbH (Gaggenau). Aus Gründen der für sie mangelnden Wirtschaftlichkeit, wie es seitens der Volksbank Baden-Baden Rastatt heißt.

Die Fläche, um die es geht, ist für die Stadt Gernsbach nicht unbedeutend. Deshalb es nicht einfach, dort die Belange von Stadt, Bank und Investor sinnvoll zu kombinieren. Gleichwohl sei man daran interessiert, in Gernsbach zeitnah eine vernünftige Lösung hinzubekommen. Wer letztendlich baut (die Bank selbst oder ein Investor), bleibt vorläufig offen. Die Investorensuche läuft. Die Stadt stehe in engem Kontakt mit der Bank, äußerte sich gegenüber dem BT Bauamtsleiter Jürgen Zimmerlin. Die geplante Tiefgarage ist gemeinderätliche Beschlusslage, bestätigt der Bauamtsleiter.

Dieser weist gegenüber dem BT zudem darauf hin, dass das Areal im Förderbereich des Stadtsanierungsprogramms liege. Der Entwicklungsprozess habe gerade begonnen und es seien noch einige Dinge zu erledigen. Zimmerlin zeigt sich zuversichtlich, dass das Sanierungsprojekt im Laufe dieses Jahres vorangebracht und in eine Zeitschiene eingebettet werden kann.


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