Volleyball Bisons Bühl gewinnen mit 3:1 in Lüneburg

Lüneburg (win) – Erstmals seit sechs Jahren gelang es den Volleyball Bisons am Samstag mit einem 3:1-Erfolg, die Punkte aus der gefürchteten Gellersenhalle in Lüneburg zu entführen.

Feiert ein gelungenes Debüt als Bühler Bison in der Bundesliga gegen Lüneburg: Neuzugang Mathäus Jurkovics (am Ball). Foto: Frank Seiter

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Feiert ein gelungenes Debüt als Bühler Bison in der Bundesliga gegen Lüneburg: Neuzugang Mathäus Jurkovics (am Ball). Foto: Frank Seiter

Das Saisonziel, ein Platz unter den ersten Vier, klingt sehr ambitioniert, doch bereits im ersten Spiel der neuen Volleyball-Bundesligasaison ließen die Bisons Bühl den Worten jetzt Taten folgen. Erstmals seit sechs Jahren gelang es am Samstag mit einem 3:1 (16:25, 25:20, 27:25, 29:27)-Erfolg die Punkte aus der gefürchteten Gellersenhalle in Lüneburg zu entführen.

Nach schwachem Start steigerten sich die Bisons, die am Samstag noch den Rückkehrer Leon Meier verpflichteten, erheblich und behielten in einem immer enger werdenden Match bis zum Schluss die Nerven. Bühls Trainer Alejandro Kolevich hatte jene Formation aufs Feld geschickt, die auch schon in der Vorbereitung erfolgreichen Volleyball gezeigt hatte. Stefan Thiel zog auf der Zuspielstation die Fäden, die Neuzugänge Niklas Kronthaler und Tomas Lopez besetzten die Außenpositionen, Kapitän Alpar Szabo und Neuzugang Mathäus Jurkovics übernahmen die Mitte während auf der Diagonalen Edvinas Vaskelis für Druck sorgen sollte. Eine Taktik, die zunächst nicht funktionierte.

„Lüneburg hatte unsere Vorbereitungsphase offensichtlich sehr gut analysiert und die Blocktaktik und die Feldabwehr danach ausgerichtet“, musste Kolevich erleben, wie sich seine Angreifer immer wieder am starken Block der Gastgeber die Zähne ausbissen und kaum einen Ball auf den Boden bekamen. Sieben Blockpunkte gelangen Lüneburg allein im ersten Satz, Bühl kam nur zu mageren neun Angriffspunkten.

Umstellung bringt den Erfolg

„Wir haben vor dem zweiten Satz umgestellt“, wurde in der Folge von Bühl verstärkt über die Außenpositionen angegriffen und auf schnelle Bälle über die Mitte nahezu komplett verzichtet. Auch Vaskelis auf der Diagonalen bekam jetzt mehr Bälle – und Lüneburgs Block somit mehr Probleme. Die Angriffe der Bisons führten häufiger zum Erfolg, gleichzeitig steigerte sich auch der Bühler Block, der sein Hauptaugenmerk zunehmend auf die Aktionen von Lüneburgs Diagonalspieler Jannik Pörner legte und diesen mehrfach scheitern ließ. Ab Mitte des Satzes setzte sich Bühl – auch dank bärenstarker Annahme – immer deutlicher ab und schaffte überraschend locker den Satzausgleich. Von diesem Zeitpunkt an erlebten die knapp 200 Zuschauer, in der trotz Corona-Krise recht gut gefüllten Halle, einen offenen Schlagabtausch zweier gleichwertiger Mannschaften, die beide sehr diszipliniert die Vorgaben der Trainer umzusetzen schienen. Etwas überraschend nahm Kolevich zur Satzmitte dann noch den nicht mehr ganz so wirkungsvollen Vaskelis aus der Mannschaft und brachte Allrounder Tim Stöhr auf der Diagonalen. „Edvinas ist weiterhin unsere erste Option auf der Diagonalen, doch er muss in seine Rolle noch hinein wachsen“, begründete Kolevich den Wechsel, der sich vor allem im vierten Satz auszahlen sollte. Im dritten Satz war es vor allem der überragende Lopez, der die Glanzlichter setzte und mit Lüneburgs Block Katz und Maus spielte, ehe Kronthaler mit einem krachenden Block gegen Pörner den knappen Satzerfolg sicherte.

Auch der vierte Satz wurde zum Krimi. Bühl startete besser, musste zur Satzmitte aber Lüneburg vorbeiziehen lassen und hatte dann auch noch Pech mit einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen, doch die Nerven hielten. Zwei Satzbälle wurden abgewehrt, ehe Lopez nach 112 hoch spannenden Spielminuten den Sack zumachen konnte.

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Erstellt:
25. Oktober 2020, 19:15 Uhr
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