Volleyball: Bisons verlieren in Frankfurt

Frankfurt (win) – Den Jahresabschluss in den Sand gesetzt, dazu noch Zuspieler Stefan Thiel verloren: Die Bisons Bühl mussten sich am Sonntag den United Volleys Frankfurt mit 1:3 geschlagen geben.

Muss bereits früh im ersten Satz gegen Frankfurt verletzt das Feld verlassen: Bühls Stefan Thiel (am Ball). Foto: Frank Seiter

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Muss bereits früh im ersten Satz gegen Frankfurt verletzt das Feld verlassen: Bühls Stefan Thiel (am Ball). Foto: Frank Seiter

Die Volleyball Bisons Bühl „humpeln“ dem Jahresabschluss entgegen. Als Gast des Pokalfinalisten United Volleys Frankfurt verloren die Bisons am Sonntagmittag nicht nur höchst ärgerlich mit 1:3 (27:25, 23:25, 19:25, 23:25), beim Stand von 2:2 im ersten Satz verletzte sich auch noch Zuspieler Stefan Thiel schwer am rechten Fußgelenk und musste durch Luciano Aloisi ersetzt werden.

Der Nachwuchsspieler machte seine Sache zwar nicht schlecht, mit etatmäßigem Zuspieler wäre aber sicherlich deutlich mehr gegen eine keineswegs überragende Mannschaft der Gastgeber drin gewesen. Dass es an Kampfgeist und Moral fehlte, kann man dem Bühler Team nicht vorwerfen. Ganz im Gegenteil, denn der Ausfall Thiels wurde zunächst gut weggesteckt. Mit großem Einsatzwillen wurde Frankfurt im ersten Satz in die Defensive gedrängt, Bühl ging vor allem im Angriff immer wieder hohes Risiko und wurde belohnt.

Bühl nutzt seine Chancen nicht

Doch mit fortlaufender Spieldauer wendete sich das Blatt zusehends. Zwar spielten auch die United Volleys, bei denen der Ex-Bühler Mario Schmidgall den verletzten Matthias Valkiers gut vertrat, keineswegs überragend, doch Bühl nutzte ab Ende des zweiten Durchgangs zu oft seine Chancen nicht. Vor allem beim Sideout lief es nicht mehr wirklich rund. Frankfurt verschaffte sich dank einer kleinen Aufschlagserie kurz vor Satzende auch den entscheidenden Vorteil (22:19). Noch aber war der Wille der Bisons nicht gebrochen, die bei 22:22 nochmals den Ausgleich schafften. Danach begann dann aber das, was Bühl um den Lohn seiner Mühen brachte: Statt im Angriff unter Druck das Risiko zu minimieren und mit klugen Bällen den Punkt zu machen, wurde zu häufig voll durchgezogen – die Bälle landeten im Aus. Was vor allem deshalb unnötig war, weil Frankfurt im Block (nur fünf Blockpunkte) keineswegs überragend spielte.

Im dritten Satz ging die Bühler Talfahrt dann aber ganz schnell. Die Annahme kam nicht optimal und die Angreifer brachten die Bälle nicht auf den Boden, so dass Frankfurt zur ersten Technischen Auszeit schon auf 8:3 enteilt war – und Tim Grozer direkt im Anschluss ein Aufschlagass zum 9:3 folgen ließ. Grozer steigerte sich immer weiter, war – wie auch Malescha – vom schwachen Bühler Block kaum noch zu halten. Da auch Baxpöhler über die Mitte immer wieder punktete, kippte die Partie komplett. Bühl verlor total den Faden und schaffte es über den Aufschlag nur noch sehr sporadisch, Druck aufzubauen. Viel zu oft hatte Frankfurts Libero Satoshi Tsuiki keinerlei Mühe, die oft harmlosen Bälle sauber anzunehmen und seinem Zuspieler Schmidgall optimal zu servieren, der seinerseits unbedrängt seine Angreifer in Szene setzen konnte.

Kolevich: „Nicht gut genug, um einen Punkt mitzunehmen“

Auch im vierten Satz änderte Bühl seine Aufschlagtaktik nicht, Frankfurt setzte sich locker auf 16:12 ab. Doch dann schaffte es Mittelblocker Paul Henning mit zwei cleveren Aufschlägen seiner Mannschaft wieder Leben einzuhauchen. Ab dem 20:20 war der Satz wieder offen, im Satzfinale machten die Bisons dann aber den einen Fehler zu viel.

„Wir spielten nicht schlecht, aber leider nicht gut genug, um einen Punkt mitzunehmen“, zeigte sich Bühls Trainer Alejandro Kolevich nach Spielende enttäuscht. Und auch Thiel ärgerte sich: „Das war superschade. Sobald wir in Bühl sind, geht es direkt ins Krankenhaus. Ich hoffe einfach, dass es nichts Schlimmeres ist.“ Dass Thiel im Spiel bei Aufsteiger Unterhaching am Mittwoch bereits wieder mit von der Partie ist, dürfte allerdings ausgeschlossen sein.

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Erstellt:
21. Dezember 2020, 07:30 Uhr
Lesedauer:
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