Vollsperrung in Loffenau ohne große Probleme

Loffenau (stj) – Die Vollsperrung der Unteren Dorfstraße vom Abzweig Unterer Schönblick bis zur Kreuzung Lautenbacher Straße läuft ohne größere Probleme. Das teilen Verwaltung und Polizei mit.

Die Untere Dorfstraße hat inzwischen einen neuen Fahrbahnbelag bekommen. Wenn es gut läuft, kann die Vollsperrung schon am 4. September aufgehoben werden. Foto: Gemeinde Loffenau

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Die Untere Dorfstraße hat inzwischen einen neuen Fahrbahnbelag bekommen. Wenn es gut läuft, kann die Vollsperrung schon am 4. September aufgehoben werden. Foto: Gemeinde Loffenau

Trotz dieser zufriedenstellenden Bilanz seit Dienstag gebe es „tatsächlich sehr viele Leute, die die Schilder einfach ignorieren“, stellte Amtsleiterin Daniela Tamba fest. Das berichteten auch Anwohner aus dem Kelterackerweg und dem Schönblick dem BT. Demnach kam es sowohl von Gernsbach als auch von Bad Herrenalb kommend regelmäßig zu Irrfahrten; die meisten von ihnen mussten kehrtmachen. Es gab aber auch „Experten“, die selbst die letzte Absperrung noch umfahren haben, wie Tamba bestätigte. Manche seien gar mit ihrem Pkw auf der abgefrästen Fahrbahn hinter Baggern hergefahren; auch einige Motorradfahrer haben die Baustelle einfach durchfahren.

„Helfen Sie mir bitte raus, ich bin lost“

„Helfen Sie mir bitte raus, ich bin lost“: Mit diesem Satz bat ein Verkehrsteilnehmer aus Bad Herrenalb einen Loffenauer Bürger um Hilfe. Er wird nicht der Einzige gewesen sein. So verirrten sich auch drei Belgier, die mit dem Wohnmobil unterwegs waren und das Schild Sackgasse offenbar nicht verstanden haben. Sie mussten in Loffenau drehen, was kein leichtes Unterfangen war mit diesem Gefährt. Andere strandeten beim Versuch, den Ort zu durchfahren, im Gewerbegebiet.

Durch die Gemeinde Loffenau waren im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt bereits im März und April Beschwerden aus der Bevölkerung an das Polizeirevier Gaggenau herangetragen worden, wonach im Bereich der Umleitungsstrecke die Einbahnregelung im Heckenbrunnenweg missachtet worden sei. Dies hat die Polizei nun zum Anlass für gezielte Kontrollen genommen, wobei aber nur wenige Verstöße festgestellt werden konnten. Die schmale Verbindungsstraße zwischen Loffenau und Lautenbach wird diese Woche von den Ortskundigen zwar verstärkt genutzt, brenzlige Situationen seien aber nicht aktenkundig. So konnte auf eine Sperrung des Schleichwegs verzichtet werden.

Daniela Tamba zeigte sich optimistisch, dass die Vollsperrung eventuell schon im Laufe des Samstags (4. September) aufgehoben werden könnte; spätestens werde dies aber am Sonntag (5. September) der Fall sein. Dank des guten Wetters in den zurückliegenden Tagen seien die Arbeiten zügig und reibungslos vorangegangen.

Letzter Bauabschnitt eines Mammutprojekts

Seit Mitte Februar dieses Jahres wird die Landstraße 564 in der Ortsdurchfahrt Loffenau saniert. Es ist der vierte und letzte Bauabschnitt dieses Mammutprojekts, dessen Startschuss vor rund einem Vierteljahrhundert erfolgte. Von den insgesamt anfallenden circa 1,9 Millionen Euro, die der letzte Bauabschnitt kostet, schultert das Land etwa 0,7 Millionen und die Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro. Das Land ist zuständig für den Ausbau der Ortsdurchfahrt auf circa 310 Metern Länge inklusive der Anpassung der Straßenentwässerung, dem Rückbau der Bachverdolung und der Fahrbahndeckenerneuerung Untere Dorfstraße.

Die Gemeinde trägt die Verantwortung für den Bau eines beidseitigen Gehwegs, die Erneuerung aller Abwasserleitungen inklusive Aufdimensionierung der Hauptleitung, die Erneuerung der Haupt- und Anschlusswasserleitungen sowie die Verlegung von Leerrohren für den Glasfaserausbau. 13 Monate Bauzeit waren für den letzten Bauabschnitt kalkuliert, das würde bedeuten, dass die Sanierung der Ortsdurchfahrt im März kommenden Jahres abgeschlossen sein wird.

Ihr Autor

BT-Redakteur Stephan Juch

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Erstellt:
3. September 2021, 16:13 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

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