Von Bühl aus die Zukunft gestalten

Bühl (sre) – Der größte Arbeitgeber der Zwetschgenstadt, Schaeffler, will mit einer Dauerausstellung ein Zeichen für die Bedeutung des Standorts setzen und technische Innovationen präsentieren.

Rennfahrerin Sophia Flörsch hat das Democar „DTM Electric“ bereits getestet. Foto: Sarah Reith

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Rennfahrerin Sophia Flörsch hat das Democar „DTM Electric“ bereits getestet. Foto: Sarah Reith

Eine neue Dauerausstellung, in der wechselnde technische Innovationen zu sehen sein werden, ist gestern vor dem Schaeffler-Gebäude in den Bußmatten eröffnet worden. Bühls größter Arbeitgeber will mit dem öffentlich zugänglichen Angebot auch ein Bekenntnis zum Standort abgeben und zeigen, wie sich dieser innovativ in die Zukunft entwickelt.

Matthias Zink, Vorstand der Sparte Automotive Technologies bei Schaeffler, verwies auf die besondere Bedeutung Bühls für den Automobilbereich des Unternehmens. Mit der Ausstellung wolle man noch einmal zum Ausdruck bringen, dass dieser Bereich von Bühl aus gesteuert werde. Vor diesem Hintergrund wolle man die Öffentlichkeit mehr partizipieren lassen an den im Unternehmen entwickelten Innovationen – und gleichzeitig die Sicherheit vermitteln „dass es hier in Bühl weitergeht“.

Das begrüßte auch Oberbürgermeister Hubert Schnurr, der auf die Bedeutung des Arbeitgebers mit mehr als 4.000 Mitarbeitern in Bühl verwies. Die Stadt wolle die Entwicklung Schaefflers am Standort „unterstützen, wo es geht“, machte er klar.

Zum Auftakt wird das grüne Band durchtrennt: In den Glaskästen im Hintergrund werden Innovationen präsentiert.  Foto: Sarah Reith

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Zum Auftakt wird das grüne Band durchtrennt: In den Glaskästen im Hintergrund werden Innovationen präsentiert. Foto: Sarah Reith

Wie berichtet, hat im vergangenen Jahr der geplante Abbau von 300 bis 400 Stellen am Standort für Schlagzeilen gesorgt. Gleichzeitig hieß es schon damals von Unternehmensseite, dass in der Zwetschgenstadt etwa 500 neue Arbeitsplätze entstehen, weil dort künftig sowohl die Entwicklung als auch der Bau von Elektromotoren erfolgen solle. Den Betroffenen half das aber nur begrenzt, aufgrund der zeitlichen Lücke zwischen dem Abbau bestehenden Personals und einem Teil der Neueinstellungen.

Wohin die Reise im automobilen Bereich geht, war nun bei dem gestrigen Termin Thema. „Wir stehen für Technologieoffenheit“, betonte Zink. Doch die Elektromobilität sei eine große Chance. Das schlägt sich auch in der neuen Ausstellung nieder. In zwei je 18 Quadratmeter großen Glaskästen, „Tech Cubes“ genannt, sollen regelmäßig wechselnde Exponate rund um die Themen Mobilität, Zukunft, Innovation und Nachhaltigkeit gezeigt werden.

Voll elektrisch von 0 auf 100 in 2,4 Sekunden

Der Auftakt der Schau vor dem Firmengelände steht ganz im Zeichen der Rennsportserie DTM. Unter anderem wird das neue Democar „DTM Electric“ gezeigt, das von vier Einzelmotoren angetrieben wird und eine Systemleistung von 1.200 PS ermöglicht. Das Fahrzeug beschleunigt von 0 auf 100 Stundenkilometer in 2,4 Sekunden. Das überzeugte auch DTM-Pilotin und Schaeffler-Markenbotschafterin Sophia Flörsch, die den Wagen schon fahren durfte und darüber berichtete. „E-Mobilität soll auch begeistern“, erläuterte Dr. Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereichs E-Mobilität, das Engagement im Rennsport.

Wer das Fahrzeug ansehen will, muss sich allerdings beeilen: Am Montag wird der Elektro-Rennwagen bereits wieder abgeholt. Er wird ersetzt durch ein Vorführmodell des Formel-E-Renners Audi Sport ABT Schaeffler FE02 aus der Saison 2016/17.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
26. Juni 2021, 11:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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