Wahl des Landrats: Alles läuft auf Dusch hinaus

Rastatt (ema) – Im Rennen um den Chefsessel im Rastatter Landratsamt verdichten sich die Anzeichen, dass die Wahl wohl auf Christian Dusch (CDU) hinausläuft.

Am 12. Oktober wählt der Kreistag den neuen Landrat. Foto: Archiv

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Am 12. Oktober wählt der Kreistag den neuen Landrat. Foto: Archiv

Der 42-jährige Direktor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein in Freiburg wird bereits von CDU und Grünen unterstützt und darf nun auch mit Stimmen aus der Fraktion der Sozialdemokraten rechnen.
Dies geht aus einer Erklärung von SPD-Fraktionschef Peter Hirn im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt hervor. Er habe dem von FW und FDP/FuR unterstützten Mitbewerber Karsten Mußler (FW) signalisiert, dass dieser nicht mit den notwendigen Stimmen der SPD rechnen könne, sagte Hirn.

Damit schwinden die Chancen des Kuppenheimer Bürgermeisters erheblich. Wer Landrat werden will, braucht bei 61 Sitzen im Kreistag bei der Wahl am 12. Oktober zunächst 31 Stimmen für die absolute Mehrheit (erst bei einem eventuell dritten Urnengang würde die einfache Mehrheit genügen). CDU (18) und Grüne (10) verfügen gemeinsam über 28. Mußler kann auf die Unterstützung seiner Freien Wähler (13) sowie der Fraktion von FDP/FuR (4) zählen, zusammen 17 Sitze. Die SPD bringt es auf zehn Sitze; weitere Stimmen vergeben die AfD (5) und die Linke (1). Die Sozialdemokraten hielten sich in den vergangenen Wochen bedeckt; gestern nun gab deren Fraktionschef auf BT-Nachfrage die Positionierung zu erkennen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis diesen Montag, 24 Uhr. Am Dienstag tagt dann um 14 Uhr der zuständige Ausschuss zur Wahl des Landrats im großen Sitzungssaal des Landratsamts. Dann werden die Bewerbungen geprüft, um sie dann ans Innenministerium übermitteln zu können.

Mußler führt weitere Gespräche

Ob sich unter den beiden Kandidaten am Dienstag noch Mußler befinden wird, scheint fraglich zu sein. In kommunalpolitischen Kreisen kursierte gestern die Information, dass der FW-Fraktionschef im Kreistag seine Kandidatur für die Wahl des Landrats zurückziehen werde. Auf BT-Nachfrage sagte Mußler: „Dazu kann ich im Moment nichts sagen.“ Es sei kein Geheimnis, so der 55-Jährige, dass es für ihn auf die Stimmen der SPD ankomme.

Er habe allen Fraktionen Gespräche angeboten und wolle sich auch am Wochenende noch mit Mandatsträgern austauschen.


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