Wahl im Zeichen der Corona-Pandemie

Baden-Baden (kos) – Dass die Pandemie auch im kommenden Herbst nicht gebannt sein wird, war frühzeitig absehbar. Folglich wird auch die Bundestagswahl unter Corona-Vorzeichen stattfinden.

Die Hygienemaßnahmen bei der Landtagswahl sollen als Vorbild für die Stimmabgabe bei der Bundestagswahl dienen. Foto: Bernhard Margull/Archiv

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Die Hygienemaßnahmen bei der Landtagswahl sollen als Vorbild für die Stimmabgabe bei der Bundestagswahl dienen. Foto: Bernhard Margull/Archiv

In Mittelbaden haben die Wahlleitungen daher aus ihren Erfahrungen der Landtagswahlen Bilanz gezogen. Fazit: Die Hygienemaßnahmen haben sich bewährt. „Die Wahl an der Urne ist sicher“, war Reinhard Renner, Wahlleiter in Bühl, im Vorfeld der Landtagswahl überzeugt. In Bühl wurde die Wahl im vergangenen März als „Testlauf“ für die anstehende Bundestagswahl genutzt, um herauszufinden, welche Hygienemaßnahmen eine sichere Stimmabgabe gewährleisten können – mit Erfolg, wie sich zeigt: Auf den bundesweiten Wahlgang blickt der Bühler Wahlleiter nun grundsätzlich optimistisch. Dank den Erfahrungen aus dem „Testlauf“ sei man „auf jeden Fall auf der sichersten Seite“, erklärt Renner. Daher sei die Stadt Bühl sicher, auch für den „Worst Case“ (den „schlimmsten Fall“) vorbereitet zu sein, so Renner. Darüber hinaus sei man „guten Mutes“, dass auch von der Delta-Variante für die Bundestagswahl „keine größere Gefahr“ ausgehen wird. Das begründet Renner mit strengen Hygieneauflagen im Wahllokal: „Viel strenger gehts auch gar nicht“, ist er überzeugt. Das soll mit Blick auf die zunehmenden Delta-Fälle auch so bleiben.

Für die praktische Umsetzung der Wahl heißt das, dass im September die gleichen Hygienemaßnahmen wie bei der Landtagswahl eingesetzt werden. Wegen einer grundsätzlich höheren Wahlbeteiligung werde allerdings im September mehr Personal benötigt, um die Flut an Briefwahlzetteln auszuwerten und die Urnenwahl zu gewährleisten. Das mache die Sache zwar nicht leichter, der Planungsaufwand sei aber deutlich geringer als im März, so Renner.

„Maßnahmen haben sich bewährt“

Ähnlich sieht es auch in den Nachbarstädten Baden-Baden und Rastatt aus. Für die Kurstadt erklärt auch Pressesprecher Roland Seiter: „Die Maßnahmen haben sich bewährt.“ Ein konkretes Hygienekonzept werde noch überprüft. Generell sei aber abzusehen, dass die Wahlleiter auf ähnliche Maßnahmen wie im März zurückgreifen werden: Das umfasst beispielsweise Trennwände aus Plexiglas, Desinfektionsmittel für Helfer und Wähler sowie Einbahnstraßen, um Begegnungen zu minimieren. Neu ist auch das Impfangebot für alle Wahlhelfer, so Seiter.

Auch in Rastatt bereitet sich die Stadt vor: Man sei „permanent in Vorbereitung“, erklärt Pressesprecherin Heike Dießelberg: Die Landtagswahl habe wichtige Hinweise gegeben, wie eine corona-konforme Wahl garantiert werden kann. Lehren sollen also auch für die Bundestagswahl berücksichtigt werden. Aktuell sei es aber noch zu früh, Konkretes festzulegen, so Dießelberg.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

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Erstellt:
16. August 2021, 11:20 Uhr
Lesedauer:
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