Walker rückt Nationalpark-Erweiterung in Fokus

Baden-Baden (vn) – Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) wird sich mit der Erweiterung des Nationalparks beschäftigen. „Wir wollen die beiden Teilgebiete zusammenführen“, kündigte sie an.

Prominenter Gast in der Dauerausstellung: Umweltministerin Thekla Walker. Foto: Bartek Langer

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Prominenter Gast in der Dauerausstellung: Umweltministerin Thekla Walker. Foto: Bartek Langer

Antrittsbesuch auf dem Ruhestein: Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) ließ sich am Donnerstag von Nationalparkdirektor Thomas Waldenspuhl durch die Dauerausstellung im neuen Besucher- und Informationszentrum führen. „Das ist ganz außerordentlich gut gemacht“, zeigte sich die 52-Jährige im Anschluss beeindruckt. „Ich bin ganz sicher, dass es in anderen Nationalparks nichts Vergleichbares gibt.“ Besonders lobte Walker den Perspektivenwechsel: Wer nach einer Wanderung die Ausstellung besuche, könne beispielsweise viel über das reichhaltige Leben im Boden erfahren. Oder man startet einen virtuellen Rundflug, was Walker auch selbst ausprobierte.

Die geplante Zusammenführung der beiden Teilgebiete sei „ein folgerichtiger Schritt, dieser Wunsch ist ja schon bekannt.“ Auch im Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung wird das Thema erwähnt: „Wir erweitern und entwickeln den Nationalpark Schwarzwald auf Basis fachlicher Kriterien in einem transparenten Beteiligungsprozess weiter“, heißt es dort. Details wollte Walker mit Rücksicht auf die noch bevorstehenden Gespräche nicht nennen.

Walkers Vorgänger Franz Untersteller (Grüne) hatte 2018 den Lückenschluss aus naturschutzfachlichen Gründen als „absolut wünschenswert“ bezeichnet. Der Vorsitzende des Nationalparkbeirats, Gerhard Goll, kritisierte die Zweiteilung seinerzeit als „Geburtsfehler“. Der Nationalparkratsvorsitzende Klaus Michael Rückert (CDU), Landrat von Freudenstadt, warnte hingegen, dieses „Fass wenige Jahre nach Gründung des Parks aufzumachen“.

Der Nordteil mit 2.447 Hektar umfasst das Gebiet Hoher Ochsenkopf sowie einstigen Badener-Badener Stadtwald mit der Badener Höhe. Der 7.615 Hektar große Südteil erstreckt sich über Ruhestein und Wildsee, das Schönmünz- und das Tonbachtal sowie südlich bis zur Zuflucht. Bei der Erweiterung geht es darum, ein rund 2.900 Hektar großes bewirtschaftetes Waldstück zwischen den beiden Teilgebieten zu integrieren. Es befindet sich in Besitz der Murgschifferschaft. 2018 wurde für das Areal ein Schätzwert von 60 Millionen Euro genannt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Volker Neuwald

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Erstellt:
25. Juni 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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