Wasserversorgung: Millionenprojekt startet

Forbach (mm) – Einstimmig hat der Forbacher Gemeinderat den Umsetzungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt der Neustrukturierung der Wasserversorgung in Hundsbach gefasst.

Die Wasserversorgung für Hundsbach wird neu strukturiert. Der Gemeinderat gibt grünes Licht für den ersten Bauabschnitt. Foto: Andrea Warnecke/dpa

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Die Wasserversorgung für Hundsbach wird neu strukturiert. Der Gemeinderat gibt grünes Licht für den ersten Bauabschnitt. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Das Millionenprojekt Wasserwerk Hundsbach stand erneut auf der Tagesordnung des Forbacher Gemeinderats. In drei statt ursprünglich geplanten zwei Bauabschnitten wird die Wasserversorgung neu gestaltet. Dazu zählen der Neubau eines Wasserwerks in Hundsbach bei der Weiherbrücke und eine Ersatzwasserleitung von Hundsbach nach Forbach. Der Gemeinderat beschloss bei seiner Sitzung am Dienstag einstimmig die Realisierung des ersten Bauabschnitts und ermächtigte die Verwaltung, die Planungsaufträge zu vergeben und die Arbeiten auszuschreiben.

Außer dem Neubau des Wasserwerks sei die Anbindung der Wolfslochquelle samt Leitungsbau mit Einbindung des neuen Wasserwerks ins Ortsnetz und der Abbruch des alten Hochbehälters Wolfsloch geplant. Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt betragen rund 3,82 Millionen Euro. Ein Zuschussantrag nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft wurde mit Bescheid vom 14. Juli bewilligt. Der Zuschuss beläuft sich auf 2,9 Millionen Euro. Auch liegt seit dem 25. Juni die wasserrechtliche Genehmigung für die Maßnahme vor. Die Zuschussbewilligung gibt einen Baubeginn bis zum 31. Dezember dieses Jahres vor.

Ersatzwasserleitung von Hundsbach nach Forbach

Der zweite Bauabschnitt sieht die Einbindung der Schmitzbrunnenquelle, eine Verbindungsleitung der Druckerhöhungsanlage Viehläger zum neuen Wasserwerk Hundsbach und die Anpassungen des Ortsnetzes Viehläger vor. Die Kosten dafür gibt die Verwaltung mit rund 2,06 Millionen Euro (netto) an. In einem dritten Abschnitt ist schließlich der Bau einer Ersatzwasserleitung von Hundsbach nach Forbach vorgesehen, das größte Projekt in diesem Komplex. Die Kosten für die rund 8,6 Kilometer lange Leitung sind mit rund 4,5 Millionen Euro kalkuliert.

Ein Vertreter des beauftragten Fachbüros RBSwave erläuterte dem Gremium den Planungsstand. Im neuen Wasserwerk ist eine Ultrafiltration vorgesehen, die Entsäuerung des Wassers erfolge mit entsprechenden Filtern, die Desinfektion mit einer UV-Anlage. Die nicht mehr nötigen Hochbehälter Viehläger und Wolfsloch könnten aufgegeben werden. Der bereits bewilligte Zuschuss in Höhe von 2,9 Millionen Euro für den Bauabschnitt 1 entspricht 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Nicht förderfähig sind beispielsweise Abbruchkosten (für den Hochbehälter Wolfsloch) und Leitungssanierungen.

Harald Mungenast (SPD) fragte nach, ob auf den Abbruch des Hochbehälters verzichtet werden könnte, um die Kosten von rund 100 000 Euro einzusparen. Der Hochbehälter stehe in einem Waldbereich, der nicht der Gemeinde gehöre. Dies müsse erst mit dem Eigentümer geklärt werden, erläuterte Ortsbaumeister Oliver Dietrich.

Für den zweiten Bauabschnitt soll ebenfalls ein Zuschussantrag nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft gestellt werden. Zum Erreichen der Planungsziele sei es erforderlich, dass der Bauabschnitt 2 möglichst zeitnah umgesetzt wird. Die Höhe des Zuschusses kann bei bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten liegen. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einstimmig, den Zuschussantrag für den Bauabschnitt 2 zum 30. September zu stellen.

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Erstellt:
27. August 2020, 11:30 Uhr
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