Wechsel bei Liga der freien Wohlfahrtspflege

Baden-Baden (vgk) – Wechsel an der Spitze: Bei der Liga der freien Wohlfahrtspflege steht eine Veränderung an. Eva Pfistner folgt auf Christian Lemke.

Die neue Ligavorsitzende Eva Pfistner und der scheidende Christian Lemcke. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Die neue Ligavorsitzende Eva Pfistner und der scheidende Christian Lemcke. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Es ist ein breites Arbeitsspektrum, welches die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Baden zu bedienen hat. Ihre Arbeit ist durch die Pandemie-Lage nicht einfacher geworden. Diese hat auch dazu geführt, dass der außerplanmäßige Wechsel an der Spitze der Liga vom Paritätischen Wohlfahrtsverband am 1. März an den nachfolgenden Verband, die AWO Baden-Baden, zwar vollzogen, aber noch nicht öffentlich gemacht wurde.

Auf Christian Lemcke (Paritätischer Wohlfahrtsverband, Kreisverband Baden-Baden Rastatt), folgt nun für die kommenden beiden Jahre Eva Pfistner (Geschäftsführerin der AWO Baden-Baden). Ein beruflicher Wechsel Lemckes machte die Personalie notwendig, wie im Rahmen einer Pressekonferenz zu erfahren war.

Die Liga ist eine übergeordnete Einrichtung der freien Wohlfahrtspflege und eine Arbeitsplattform der einzelnen Wohlfahrtsverbände in Baden-Baden sowie Ansprechpartner für politische Entscheidungsträger bei sozialen Belangen und Menschen in Notlagen.

Das Subsidiaritätsprinzip (bezogen auf den Bereich sozialer Hilfestellung) und der Austausch mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, sind weitere Stichworte. Der Liga gehören die AWO, die Caritas, die Paritätische Wohlfahrtspflege, der DRK Ortsverband Baden-Baden und die Diakonie an.

Verbund versteht sich als Sprachrohr

Ebenso präsentiert sich der Verband als einer der großen Arbeitgeber von 1.350 hauptamtlichen und 1.032 ehrenamtlichen Beschäftigten sowie mit 10.300 Kunden (ohne Diakonie und Stand 2017) in der Stadt.

Als weiterführende Schwerpunkte in den kommenden beiden Jahren nannte Pfistner die Fortsetzung begonnener Dialoge zu sozialen Themen auf Landesebene sowie mit Bürgermeister Roland Kaiser. Einer der Kernpunkte soll zudem der Umgang mit Menschen, die bettelnd an zentralen Orten sitzen, in Abgrenzung zu den von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen und die Umsetzung der von Kaiser angestoßenen Plakataktion sein. Ebenfalls auf der Liste steht die Initiierung einer Konferenz mit allen in Baden-Baden beheimateten sozialen Vereinen, auch um zu hören, wo sich diese Unterstützung wünschen und auf welcher Ebene gemeinsame Projekte entstehen können.

Ebenso versteht sich der Verbund weiterhin als Sprachrohr, um wichtige Anliegen im Dialog mit der Stadtverwaltung voranzubringen. Als Beispiel nannte die Vorsitzende die Finanzierung von Kindertageseinrichtungen. An Bedeutung sollen ebenso gemeinsame Qualifizierungsangebote für Mitarbeiter und Wiedereinsteiger gewinnen. Insbesondere im Erzieherbereich sei die Fluktuation, die kaum mehr kompensiert werden kann, unter anderem durch Schwangerschaften enorm hoch, skizzierte Pfistner eine der großen Zukunftsaufgaben.

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Erstellt:
22. Oktober 2021, 14:00 Uhr
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