Weg bleibt erst mal, wie er ist

Baden-Baden (up) – Der Ortschaftsrat von Sandweier konnte sich nicht auf die Sanierung des Fuß- und Fahrradweges durch den Ort einigen. Jetzt bleibt alles erst mal, wie es ist.

Zunächst bleibt auf dem Weg alles so, wie es derzeit ist. Foto: Ulrich Philipp

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Zunächst bleibt auf dem Weg alles so, wie es derzeit ist. Foto: Ulrich Philipp

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Wegabschnitt von der Sandweierer Straße bis zur Brücke über den Kreithgraben zu erneuern. Die Kosten in Höhe von 11.000 Euro hätten mit Haushaltsmitteln des Fachgebietes Park und Garten bestritten werden können. Die Sanierung des Wegabschnittes zwischen dem Hotel-Restaurant Blume und der Unterführung an der Sandweierer Straße sollte im kommenden Jahr erfolgen und etwa 50.000 Euro kosten.

Bei je fünf Stimmen für den Vorschlag, fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen fand der Vorschlag in der jüngsten Sitzung am Montag keine Mehrheit. „Wenn die 11.000-Euro-Lösung erfolgt, werden wir die nächsten 35 Jahre keine Sanierung mehr bekommen“, argumentierte Rafael Schulz (CDU). Diese Auffassung teilten mehrere Ratsmitglieder. Aber auch Schulz‘ Antrag, den Weg in seiner ganzen Länge zu erneuern und mit einer Asphaltdecke auszustatten, fand keine Mehrheit, obwohl das Regierungspräsidium dafür Zuschüsse in Aussicht gestellt hatte. Schulz erklärte, das brächte mehr Fahrkomfort und sei auch für die Fußgänger besser. Die momentan bei Regen häufig entstehenden Pfützen wären Geschichte, davon profitierten auch Behinderte, Rollstuhlfahrer sowie Fußgänger mit Rollatoren und Kinderwägen.

Karin Fierhauser-Merkel (SPD) argumentierte, bei einer Asphaltdecke würden noch mehr Fahrradfahrer den Weg nutzen, zum Nachteil der Fußgänger. Ihr Parteifreund Kurt Hochstuhl erklärte, Asphalt passe nicht mehr in die heutige Lebenswelt. Sabine Peter (Grüne) argumentierte, ein geteerter Weg würde im Sommer sehr viel Hitze abstrahlen, deshalb sprach auch sie sich gegen eine Asphaltdecke aus. Auch für den Antrag von Rafael Schulz stimmten nur fünf Räte, fünf waren dagegen und zwei enthielten sich.

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Erstellt:
3. März 2021, 18:00 Uhr
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