Weg frei für neues Baugebiet in Kappelwindeck

Bühl (sre) – Ein neues Wohngebiet soll in Bühl den Wunsch nach Bauplätzen erfüllen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans „Hinterfeldweg“ für das Areal in Kappelwindeck beschlossen.

Bisher ist nur eine Seite des Hinterfeldwegs in Kappelwindeck teilweise bebaut. Foto: Sarah Reith

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Bisher ist nur eine Seite des Hinterfeldwegs in Kappelwindeck teilweise bebaut. Foto: Sarah Reith

Die Nachfrage nach Bauplätzen in der Zwetschgenstadt ist laut der Bühler Stadtverwaltung ungebrochen. Nun soll ein neues Baugebiet in Kappelwindeck Abhilfe schaffen: Einstimmig hat der Gemeinderat am Mittwoch den Weg für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans freigemacht.

Ein Wohngebiet in ortsnaher Lage, für das die vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann: Das Gebiet „Hinterfeldweg“ erfüllt Oberbürgermeister Hubert Schnurr zufolge alle Voraussetzungen, die man sich für ein Baugebiet wünschen kann. Auf einer Fläche von rund 2,3 Hektar sollen dort in offener Bauweise zweigeschossige Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. Damit orientiert man sich an der Bestandsbebauung: Eine Seite des Hinterfeldwegs ist teilweise bereits bebaut. Nun sollen auch die noch vorhandenen Wiesen, die den Weg säumen, als Baugrundstücke genutzt werden. Das bestehende Wohngebiet „Hohbosch-Langacker-Brombach-Satz“ wird damit in westlicher Richtung bis zum Friedhof fortgeführt. Erschlossen wird das Areal vom Brombachweg aus über den Hinterfeldweg. Zudem soll im Plangebiet ein neuer Parkplatz für den Friedhof vorgehalten werden.

Bereits vor gut zwei Jahren hatte der Gemeinderat eine Grundsatzentscheidung für den Erwerb von Grundstücken zur Entwicklung dieses Baugebietes getroffen. Wie aus den Sitzungsunterlagen hervorgeht, war es der Kommune allerdings nicht möglich, alle für die künftige Bebauung benötigten Grundstücke zu erwerben. Nachdem sich aber nun circa 90 Prozent der Grundstücke in städtischem Besitz befinden, will man dennoch mit dem Bebauungsplan voranschreiten. Bislang wurden für das Bebauungsplanverfahren Aufträge in Höhe von 40.000 Euro vergeben – für Umweltbericht, Artenschutzuntersuchung und Vermessung, wie es in den Sitzungsunterlagen heißt.

Schönes Baugebiet für junge Familien

„Bestimmt ein sehr schönes Baugebiet für junge Familien“, freute sich Georg Schultheiß (Freie Wähler) in der Sitzung – schließlich sei es direkt am Kindergarten gelegen, auch die Bachschloss-Schule liege nur etwa 650 Meter entfernt.

Er begrüßte darüber hinaus auch, dass die Parkplatz-Situation am Friedhof verbessert werden soll und regte an, schon bei der Planung des Baugebiets erste Maßnahmen zum Klimaschutz zu berücksichtigen. Das sicherte OB Schnurr zu: Man werde die vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen.

Als „Filetstück“ und „eines der wertvollsten Baugebiete“ auf Bühler Gemarkung bezeichnete SPD-Fraktionschef Peter Hirn den „Hinterfeldweg“. Viele Bauinteressierte hätten das Areal schon seit Jahren im Blick. Das Gebiet könne eine „Heimstatt für viele Menschen“ werden.

Auch Hirn begrüßte den geplanten neuen Parkplatz am Friedhof: „Das wird viele Kappler erfreuen“, zeigte er sich überzeugt.

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Erstellt:
10. Juli 2020, 06:00 Uhr
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