Weichenstellung für neuen Netto-Markt in Ottersdorf

Rastatt (ema) – Jetzt scheint es endlich voranzugehen mit einem neuen Netto-Markt in Ottersdorf. Standort soll der ehemalige Bolzplatz sein.

Das war jahrzehntelang der Bolz- und Basketballplatz von Ottersdorf. Jetzt soll hier ein Netto-Markt errichtet werden. Foto: Egbert Mauderer

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Das war jahrzehntelang der Bolz- und Basketballplatz von Ottersdorf. Jetzt soll hier ein Netto-Markt errichtet werden. Foto: Egbert Mauderer

Seit Jahren sind die Stadtverwaltung und der Discounter Netto in Gesprächen über den Bau eines Supermarkts am östlichen Ortseingang in Ottersdorf. Jetzt sind die Verhandlungen so weit gediehen, dass dem Gemeinderat ein Plan vorliegt.

Demnach will das Edeka-Tochterunternehmen einen Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von 1.000 Quadratmetern errichten, dem noch eine Bäckerei/Café angegliedert wird. Um den Nahversorger für das Rieddorf zu gewinnen, will die Verwaltung das Baugebiet „Gänsewäldele“ fortentwickeln, das über eine Fläche von 1,56 Hektar verfügt. Auf dem Areal könnte man dann später noch ein neues Feuerwehrgerätehaus unterbringen, sowie eine Gewerbefläche schaffen.

Vorrang hat allerdings der Netto-Markt, für den ein vorhabenbezogener Bebauungsplan in die Wege geleitet wird. Das Unternehmen würde für sein Vorhaben ein 5.600 Quadratmeter großes Grundstück von der Stadt kaufen. Für den Markt werden 66 oberirdische Parkplätze sowie überdachte Fahrradabstellplätze geschaffen.

Gutachten eingeholt

Planungsrechtlich fügt sich das Projekt eigentlich nicht in gesetzliche Vorgaben. Da der Supermarkt in dieser Dimension die Schwelle zur Großflächigkeit überschreitet, wäre er an diesem Standort unzulässig. Die Verwaltung hat allerdings ein Gutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung eingeholt. Die Analyse kommt zum Ergebnis, dass der Netto-Markt in dieser Größe für die Sicherung der Nahversorgung in Ottersdorf angemessen ist und den Vorgaben der Raumordnung entspricht.

Auch beim Flächennutzungsplan muss die Stadt aktiv werden. Der Bereich ist als Grünzäsur ausgewiesen; im östlichen Teil ist Wald ausgewiesen, im westlichen eine Grünfläche für Spiel- und Sportanlagen.

Den Bolzplatz hat die Stadt bereits aufgegeben, nachdem am Ortsausgang Richtung Wintersdorf die neue Schulsportanlage mit einem Bolzplatz in Betrieb genommen worden ist. Wegen der Rodung des Wäldchens hat die Stadt bereits eine Ersatzaufforstung vorgenommen und eine Waldumwandlungsgenehmigung beantragt.

Aufgrund der exponierten Lage am Ortseingang soll das Areal angemessen begrünt werden. Entlang der K3741 soll eine Baumreihe gepflanzt werden; vier Linden und zwei Rosskastanien an der Einmündung zur Straße „Am Oberwald“ sollen erhalten bleiben.

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Erstellt:
28. Dezember 2020, 11:00 Uhr
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