Weihnachtsmärkte verboten, 2G plus in Restaurants

Stuttgart (BT) – In Baden-Württemberg soll am Samstag eine neue Corona-Verordnung in Kraft treten. Danach werden Weihnachtsmärkte verboten. In Restaurants gilt künftig 2G plus, im Einzelhandel 2G.

Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für einen Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Symbolfoto: Sina Schuldt/dpa

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Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für einen Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Symbolfoto: Sina Schuldt/dpa

Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg ab Samstag für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen.

Für die Gastronomie – einschließlich der Hotelgastronomie – gilt künftig die Regel 2G plus. Das bedeutet, dass auch Geimpfte oder Genese dort einen negativen Test vorweisen müssen. Für Menschen mit einer Booster-Impfung (Auffrischungsimpfung) entfällt allerdings die Testpflicht. Zudem werden Großveranstaltungen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt.

Weiterhin wird für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kultur- und Freizeitveranstaltungen künftig eine „harte Obergrenze“ von 750 Personen gelten.

In der momentan geltenden Alarmstufe II werden maximal 50 Prozent der zugelassenen Kapazität erlaubt sein. Die Regeln sollen bereits am Samstag in Kraft treten.

Darüber hinaus werden in der Corona-Verordnung des Landes folgende Änderungen vorgenommen: Der Zutritt zu Freizeit- und Kultureinrichtungen ist ebenfalls nur noch nach der 2G-plus-Regel erlaubt. Auch dort sind allerdings Menschen mit einer Booster-Impfung von der Testpflicht befreit. Im Einzelhandel gilt 2G (geimpft oder genesen ohne zusätzlichen Test), mit Ausnahme von Geschäften der Grundversorgung.

Kein Alkoholverkauf im öffentlichen Raum

Weihnachtsmärkte, Diskotheken und Clubs müssen schließen. Verkauf und Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum werden untersagt. Am Silvestertag und an Neujahr gilt ein An- und Versammlungsverbot. Kommunen müssen außerdem publikumsträchtige Plätze bestimmen, an denen ein Feuerwerksverbot gelten wird. Im Vorfeld von Silvester ist der Verkauf von Pyrotechnik untersagt.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag ein landesweites Verbot großer öffentlicher Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte angekündigt.

Bund und Länder hatten am Donnerstag Maßnahmen vorgestellt, um die Virusausbreitung zu bremsen, von denen einige bereits in Baden-Württemberg gelten. Mit 2G plus für die Gastronomie und dem Verbot von Großveranstaltungen geht das Land nun deutlich über die Beschlüsse von Bund und Ländern hinaus.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte sich auf erhebliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geeinigt. Ihnen wird im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt.

Auch Apotheken und Pflegefachkräfte sollen gegen Corona impfen können, im Dezember kommen Millionen Dosen zusätzlich. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird bundesweit verboten.

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Ihr Autor

Jens Schmitz und dpa

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Erstellt:
3. Dezember 2021, 11:33 Uhr
Lesedauer:
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