Weihnachtsmarkt: „Toll, dass es wieder losgeht“

Rastatt (sb) – Es ist ein Weihnachtsmarkt unter Ausnahmebedingungen: Wer ins Rastatter Budendorf will, muss einen Sicherheitsdienst nach den 2G-Regeln passieren.

Wer auf den Weihnachtsmarkt will, muss sich nach den 2G-Regeln ausweisen. Foto: Stephan Friedrich

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Wer auf den Weihnachtsmarkt will, muss sich nach den 2G-Regeln ausweisen. Foto: Stephan Friedrich

Pia Schwöbel ist eine der Ersten, die am Montagnachmittag den Rastatter Weihnachtsmarkt besucht haben. Bereits einige Minuten vor dem offiziellen Einlass um 15 Uhr wartet sie gemeinsam mit ihrer Tochter: „Es ist toll, dass es wieder losgeht“, sagt sie. Auf den ersten Glühwein und eine Bratwurst freut sie sich besonders.
Rund 35 Beschicker sind auf dem Weihnachtsmarkt vertreten, wie Marktmeister Markus Lang berichtet. Zur Eröffnung waren noch nicht alle Buden geöffnet. Trotzdem genossen die ersten Besucher die Stimmung: „Es ist super, dass es wieder losgeht. Wir haben lange darauf gewartet“, berichtet Erika Merkel, die mit ihrem Enkel gekommen ist. Der will gleich mal eine Runde mit dem Kinderkarussell fahren und dann auch noch die Eisenbahn ausprobieren, die in diesem Jahr in der Mitte des Geländes platziert ist.

Erika Merkel findet die von der Stadt vorgeschriebene 2G-Regel gut. Ebenso wie Horst Galow: „Mit 2G fühle ich mich sicher. Zudem bin ich drei Mal geimpft und der Weihnachtsmarkt findet im Freien statt“, sagt er und berichtet, dass er noch einige Male kommen möchte. Entsprechend hat er sich am Glühweinstand bereits eine Bonuskarte organisiert.

Festivalbändchen für Mehrfachbesucher

Mit großer Freude stoßen auch Marlen Kaiser und Janina Köllner mit dem ersten Glühwein des Jahres an: „Wir finden es toll, dass es in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt gibt. Der hat im letzten Jahr einfach gefehlt“, sagen die beiden.

Dass die 2G-Regel auf dem eingezäunten Gelände gilt, finden fast alle Besucher gut. So auch Alina Leise und ihr Freund Andre Westrich. Sie sind gerade zum dritten Mal geimpft worden und haben dies mit einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt verbunden. Beide hoffen, dass der Markt bis zum 23. Dezember geöffnet bleiben kann. Sicher sind sie sich da allerdings nicht.

Ebenso wie Katja Fetscher. Die Inhaberin eines Süßigkeitenstands hat große Angst, dass der Weihnachtsmarkt bald nur noch unter noch schärferen Bedingungen öffnen darf: „Wenn dann deutlich weniger Besucher kommen, dann lohnt es sich für uns gar nicht mehr“, sagt sie und blickt auf ein ohnehin schon sehr schlechtes Jahr zurück. Gerade einmal 34 Standtage waren es 2021: „Hätten wir unser Kinderkarussell nicht im Karlsruher Zoo aufstellen können, wäre es noch dramatischer“, berichtet Katja Fetscher.

Die Besucher strömen derweil immer weiter auf den Weihnachtsmarkt, der sich kurz nach der Eröffnung bereits gut gefüllt zeigt. Die Sicherheitskontrollen an den beiden Eingängen funktionieren reibungslos. Jeder muss seinen Impf- oder Genesenennachweis zeigen und sich mit der Luca-App oder mittels eines Papierformulars einchecken. In den kommenden Tagen erwartet Markus Lang dann auch noch Festivalbändchen. Wer einmal überprüft wurde, kann den Weihnachtsmarkt damit jederzeit besuchen.

Wiederkommen wollen Sarah und Heiko Weber auf jeden Fall: „Uns gefällt der Markt sehr gut“, sagen die beiden nach einem ersten Rundgang. Die Auswahl an Speisen und Getränken sei gut: „Viel besser, als wir es zu dieser Zeit erwartet hätten“, freut sich Sarah Weber. Auch sie findet die 2G-Regelung gut und hofft, dass sie für den ein oder anderen bisher Ungeimpften vielleicht ein kleiner Ansporn ist, sich immunisieren zu lassen.

Das hat Bernd Peters längst hinter sich: „Ich fände es trotzdem gut, wenn man auch mit einem Test kommen dürfte. So werden Menschen ausgeschlossen, nur weil sie nicht geimpft sind“, sagt er und fügt hinzu: „Durch 2G befürchte ich eine Spaltung der Gesellschaft“.


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