Weisenbach: Flurneuordnung vor Abschluss

Weisenbach (mm) – Die Flurneuordnung im Weisenbacher Latschigbachtal steht vor dem Abschluss. Die letzten Arbeiten an den Wegen werden vorgenommen.

Im Weisenbacher Latschigbachtal sind die abschließenden Arbeiten im Gange. Foto: Götz

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Im Weisenbacher Latschigbachtal sind die abschließenden Arbeiten im Gange. Foto: Götz

Heute soll die Asphaltierung der Straße vom Schwimmbad bis zum Hochbehälter beginnen. Dieser war durch die Holzabfuhr in die Jahre gekommen. Die Zufahrten in das Tal sind gesperrt.
Die Neuordnung erfolgte plangemäß, erläutert Weisenbachs Hauptamtsleiter Walter Wörner. Ein Biotop für Gelbbauchunken entstand. Zahlreiche neue Dolen zur Wasserableitung sind gesetzt und zusätzliche Drainageleitungen gelegt.

Ausweichbuchten an Engstellen

Auch sind Abfahrten zu Grundstücken geschaffen worden. Ausweichbuchten erleichtern künftig den Begegnungsverkehr an Engstellen.

Eine Spitzkehre ist mittlerweile ausgebaut. Im hinteren Teil des Tals können die Nutzer jetzt besser von einem Weg in den anderen direkt einbiegen. Die Wege sind frisch geschottert und gewalzt.

Die Arbeiten werden planmäßig bis Ende April fertiggestellt, trotz einiger witterungsbedingter Pausen in den Wintermonaten. Der Zeitrahmen war laut Gemeinde aus naturschutzrechtlichen Gründen so vorgegeben.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte der Schäfereibetrieb Sven Strobel mit Rodungen im Latschigbachtal die Flurneuordnung vorbereitet. Anfang Dezember begann sie mit einem symbolischen Spatenstich.

Ziel war, zukunftsfähige Erschließungswege zu schaffen. Dadurch sollen sowohl die Grundstückeigentümer als auch die Landschaftspfleger die Grünlandflächen besser erreichen und weiterhin pflegen können. So wird eine Verbuschung der Landschaft verhindert.

Biotope bleiben erhalten

Der Kaltluftaustausch an heißen Sommertagen wird verbessert, Sichtverbindungen sind wieder geöffnet, Pflanzen und Tiere profitieren von der offenen Tallandschaft.

Da die Arbeiten in einem ökologisch hochwertigen Tal stattfanden, war ein Fachbüro für Umweltbau mit eingebunden. Es wurde sorgsam darauf geachtet, dass bestehende Biotope wie Trockenmauern erhalten blieben, so Wörner.

Die Umgestaltung ist nach ihrem Abschluss auch ein belebendes Element für die Freizeitnutzung des Latschigbachtals.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
27. April 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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