Weisenbach: Rodungen stehen bevor

Von Markus Mack

Weisenbach (mm) – Die Flurneuordnung im Latschigbachtal wird fortgesetzt. Bürgermeister Daniel Retsch informierte den Gemeinderat über das Ergebnis der Ausschreibungen.

Weisenbach: Rodungen stehen bevor

Im Oktober sollen die Rodungen im Latschigbachtal beginnen. Foto: Markus Mack

Die Rodungen im Latschigbachtal sollen im Oktober beginnen und bis zum November abgeschlossen sein werden. Der Startschuss für den Wegebau wird frühestens im Dezember sein. Die Fertigstellung des Wegebaus muss spätestens bis zum Frühjahr 2021 erfolgen, so sieht es der Zeitplan vor.Den Auftrag für die Rodungen mit einem Volumen von rund 16.000 Euro erhielt die Firma Strobel aus Forbach. Den Wegebau übernimmtdie Firma Fallert aus Seebach für rund 370.000 Euro.

Insgesamt sind für die Flurneuordnung Gesamtkosten von rund 390.000 Euro kalkuliert. 85 Prozent davon finanzieren Bund und Land. Der Anteil der Gemeinde von 15 Prozent beträgt rund 58.500 Euro.

Ausbau von Wegen

Durch den Ausbau in Weisenbach rechts der Murg, im Wesentlichen sind es Flächen im Latschigbachtal, werden die engen und schmalen Wege den heutigen Ansprüchen angepasst. Dadurch wird auch Begegnungsverkehr ermöglicht. Der Weg in Richtung Hochbehälter, der insbesondere auch der Holzabfuhr dient, wird frisch aufgebaut und neu asphaltiert. Zusätzlich entstehen Wende- und Ausweichmöglichkeiten sowie Zufahrten ins Gelände zur Erleichterung der Landschaftspflege.

Ebenfalls werden Regenwasserableitungen hergestellt, damit bei starken Niederschlägen die Wege nicht mehr ausgespült werden.

Um den Kaltluftaustausch von den Schwarzwaldhochlagen durchs Latschigbachtal ins Murg- und ins Rheintal zu ermöglichen, müssen auch Bäume auf den Wiesenflächen gerodet werden, informiert die Gemeindeverwaltung auf BT-Anfrage. Dies sei ein wichtiger Beitrag, gerade im Zuge der Klimaveränderungen und der stetigen Erwärmung, insbesondere im Rheintal.

Die Ausschreibung erfolgte durch die Flurneuordnungsbehörde im Rastatter Landratsamt. Bei der ersten Ausschreibung hatte sich lediglich ein Unternehmen gemeldet. Darauf erfolgte die erneute Ausschreibung.

Die ursprünglich für den vergangenen Winter vorgesehenen Rodungen konnten daher nicht erfolgen, denn nach dem 28. Februar dürfen nach den Vorgaben des Naturschutzes solche Arbeiten nicht mehr erfolgen – der Beginn der Flurneuordnung verzögerte sich dadurch.

Bereits seit 18 Jahren läuft in Weisenbach das Flurbereinigungsverfahren. Dieses ist in die drei Teilbereiche links der Murg um Kolping- und Naturfreundehaus, die Gemarkung Au sowie das Latschigbachtal aufgeteilt. Insgesamt sind 797 Hektar mit 4.165 Grundstücken und rund tausend Eigentümern betroffen.

Die Bereiche links der Murg und in Au sind bereits abgeschlossen. Mit dem dritten Teilgebiet, dem Latschigbachtal, soll die Flurbereinigung vollendet werden.