Weitenunger Dirigent besteht Feuertaufe

Bühl (ar) – Dem Musikverein Weitenung ist der Neubeginn gelungen: Der neue Dirigent Tobias Schultheiß hat sein erstes Konzert geleitet.

Erstmals spielt der Musikverein Weitenung mit seinem neuen Dirigenten Tobias Schultheiß auf – auf der Wiese hinter der Rheintalhalle. Foto: Anne-Rose Gangl

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Erstmals spielt der Musikverein Weitenung mit seinem neuen Dirigenten Tobias Schultheiß auf – auf der Wiese hinter der Rheintalhalle. Foto: Anne-Rose Gangl

Nach langer Pause erklang am Samstagabend wieder Weitenunger Blasmusik. Der Musikverein Weitenung hatte zu einem Abend mit Unterhaltungsmusik auf die idyllische Wiese hinter der Rheintalhalle eingeladen, doch es war vielmehr. Es war ein unterhaltsamer, konzertanter Neubeginn des Orchesters, das sich erstmals mit seinem neuen Dirigenten Tobias Schultheiß vorstellte.

Für den 23-jährigen Dirigenten Tobias Schultheiß war es die Feuertaufe, die er im Bühler Ortsteil Weitenung zu bestehen hatte, für die rund 50 Musikerinnen und Musiker, unter ihnen vier Jungmusiker, des Weitenunger Musikvereins der erste Auftritt seit Monaten.

„Start frei – auf ein Neues“ hieß es daher musikalisch auf der Wiese, auf der die Besucher streng unter Corona-Bestimmungen Platz genommen hatten. Man spürte das Lampenfieber bei Dirigent und Orchester, denn erst seit neun Monaten leitet Tobias Schultheiß die musikalischen Geschicke der Weitenunger Kapelle, doch zum gegenseitigen Kennenlernen und Proben blieben der Pandemie geschuldet nur dreieinhalb Monate. Kein Frühjahrskonzert, kein Kirchenkonzert – doch der Wille, gemeinsam ein kleines Konzert zur Vorstellung des neuen Dirigenten und zur Freude der Zuhörer auf die Beine zu stellen, war stark.

Frühjahrskonzert in der Planung

Die „Fuchsgraben Polka“ von Karel Vacek eröffnete das „Böhmische Vergnügen“ nicht auf der „Vogelwiese“ sondern auf der Weitenunger Wiese, wo noch etwas zaghaft, aber handwerklich ausgefeilt die Instrumente die Polkas aufspielten. Wie abwechslungsreich die Weitenunger Musikerinnen und Musiker aufspielen können, zeigten sie im zweiten Block mit dem rockigen und fröhlichen „Get up and go“, zu dem Melanie Herp mit ihrem Saxofon Akzente setzte.

Mit großer Verbundenheit wurde Diedrich Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten“ musikalisch interpretiert, um gleich danach in Fredy Mercurys „Crazy little Thing called Love“ mit raffinierten Triolen überzuschwenken. Blasmusikromanzen wie „Ein Leben lang“, der „Böhmische Traum“ und „Dem Land Tirol die Treue“ setzten dem kleinen Konzert die Schlussakkorde, bei denen die Weitenunger Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit ihrem Dirigenten Tobias Schultheiß musikalisch und menschlich zusammengefunden hatten.

„Ich finde es wahnsinnig toll, wie ich hier aufgenommen wurde und wie wir heute gestartet sind“, sagte Tobias Schultheiß, der nun das Frühjahrskonzert mit neuen Stücken plant.

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Erstellt:
4. Oktober 2021, 14:00 Uhr
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