Weiterer Radbereich in Lichtentaler Allee

Baden-Baden (hez) – Vorrang für Radler könnte es in einer weiteren Etappe der Lichtentaler Allee heißen. Die Verwaltung will den Bereich erweitern, aber nicht zwischen Theater und Fremersbergstraße.

Im hinteren Bereich der Lichtentaler Allee ist die Vorfahrt für Radler bereits realisiert.  Foto: Zeindler-Efler

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Im hinteren Bereich der Lichtentaler Allee ist die Vorfahrt für Radler bereits realisiert. Foto: Zeindler-Efler

Die Verwaltung sieht Möglichkeiten, den Fahrradstraßenbereich in der Lichtentaler Allee zu erweitern. Über die Ergebnisse einer Überprüfung wurde jetzt der Bauausschuss informiert.
Unter die Lupe genommen hat das Fachgebiet Straßenverkehr die Lichtentaler Allee, um herauszufinden, ob hier auf der ganzen Strecke – vom Theater bis zum Kloster – eine Fahrradstraße eingerichtet werden kann. Dafür hatte sich die SPD ausgesprochen.

Seit rund zweieinhalb Jahren hat auf der Allee zwischen Hirtenhäuschen und Einmündung Frankreichstraße der Fahrradverkehr den Vorrang. Dies ist die Konsequenz der Ausweisung einer Fahrradstraße. Autos dürfen allerdings hier außer an Sonn- und Feiertagen weiterhin fahren. In diesem Abschnitt will die Verwaltung – dies gab die zuständige Fachbereichsleiterin Johanna Schönauer in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses bekannt – die Sperre für Pkw auch auf den Samstag ausdehnen.

Eine komplette Sperrung für Kraftfahrzeuge sei allerdings unmöglich, meinte Schönauer. Man könne hier nicht den ganzen Verkehr auf die Lichtentaler Hauptstraße verlagern.

Im Bereich zwischen Fremersbergstraße und Hirtenhäuschen hält die Verwaltung die Erweiterung der Fahrradstraße für machbar. Allerdings machte René Lohs (FDP) darauf aufmerksam, dass die Allee hier voller Schlaglöcher sei.

Zwischen Theater und Fremersbergstraße will die Stadt von einer Fahrradstraßen-Ausweisung absehen. Besser seien hier die jetzt am Goetheplatz installierten runden Schilder mit breitem roten Rand und weißem Hintergrund, die ein Durchfahrtsverbot signalisieren. Diese seien bei Touristen bekannter, erklärte Schönauer. Ein Zusatz mache deutlich, dass Fahrräder und Kutschen hier dennoch fahren können. Das Schild „Fahrradstraße“ sei hingegen nicht so vertraut, und es bestehe die Gefahr, dass dann mehr Autos durch die Lichtentaler Allee rollen.

Stadtrat Werner Schmoll (SPD) bedauerte diese Stellungnahme. Er verwies auf das Baden-Badener Radverkehrskonzept, in dem es heiße, dass die Ausweisung von Fahrradstraßen auch als Aushängeschild für die Förderung des Radverkehrs in der Stadt gesehen werden könne.

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Erstellt:
22. Dezember 2020, 14:00 Uhr
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