Weiterer Schritt hin zu neuer Rheinpromenade

Rastatt (dm) – Auch wenn es mit dem Geld knapper wird: Die Stadt will die Neugestaltung der Rheinpromenade Plittersdorf durchziehen. Das Projekt ist aber umstritten.

Bei der Rheinpromenade muss Rücksicht auf den Touristenstrom durch Kreuzfahrtschiffe genommen werden. Foto: av

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Bei der Rheinpromenade muss Rücksicht auf den Touristenstrom durch Kreuzfahrtschiffe genommen werden. Foto: av

Der Rastatter Gemeinderat hat einen weiteren Schritt hin zum Projekt Rheinpromenade gemacht und beschlossen, dass für Architekten- und Ingenieurleistungen, die für die Maßnahmen auf Plittersdorfer Seite erforderlich sind, ein Vergabeverfahren eingeleitet wird.

Wie berichtet, sollen im Zuge eines deutsch-französischen Projekts die Promenaden auf beiden Seiten des Flusses aufgewertet werden; die EU fördert dies im Rahmen des Interreg-V-Programms mit bis zu 1,73 Millionen Euro. Der Ratsbeschluss ist ein Signal, dass Rastatt das Projekt trotz der aktuellen Haushaltssituation durchziehen will. Bei der Stadt bliebe ein Eigenanteil von etwa 1,1 Millionen Euro hängen.

Gleichwohl: Eine bauliche Anpassung der Rheinpromenade ist schon lange gewünscht und ist im Dorfentwicklungskonzept für Plittersdorf verankert, bei einer Verschiebung wäre die 50-prozentige Förderung passé. Auf deutscher Seite beinhaltet das Interreg-Projekt einen neuen Lehrpfad durch den Auewald, die Neugestaltung der Fährwiese und Maßnahmen zur Pflege der geschützten Gebiete. Zudem sei eine Neuordnung der Parkplatzsituation aufgrund des zunehmenden Schiffs- und des damit verbundenen Busverkehrs auf Plittersdorfer Seite erforderlich.

Für die Verlegung des Parkplatzes an der Fähre kämen auf Rastatt zusätzlich 1,5 Millionen Euro zu (derzeit würden auch hierfür Fördermöglichkeiten geprüft). Bis Juli 2023 müssen die Maßnahmen umgesetzt sein.

Plittersdorfs Ortsvorsteher Mathias Köppel (CDU) betonte, dass das Projekt nicht nur dem Stadtteil, sondern ganz Rastatt zugutekomme. Eine Verbindung von Naherholung, Naturschutz und Naturerlebnis werde geschaffen, die Aufenthaltsqualität verbessert, zudem trage das Projekt zur weiteren deutsch-französischen Verständigung bei.

CDU, SPD, FW, Grüne, FuR und Linke stimmten dem Vorhaben zu. Die AfD hingegen will das Geld nicht dafür ausgeben, und die FDP, die nicht nur Verbesserungen sieht, lehnt das Projekt „in dieser Form“ ab.

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Erstellt:
4. August 2020, 14:00 Uhr
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