Weltklasse-Tischtennis in Sinzheim

Sinzheim (ket) – Der TB Sinzheim wartet im kommenden Jahr mit einem ganz besonderen Highlight auf: Im März 2022 steigt in der Fremersberghalle wieder ein Tischtennis-Bundesligaspiel der Frauen.

So war’s im Dezember 2019, als Busenbach in Sinzheim auf Böblingen traf. Foto: Frank Seiter

© Frank Seiter

So war’s im Dezember 2019, als Busenbach in Sinzheim auf Böblingen traf. Foto: Frank Seiter

So ein 125. Geburtstag will gut vorbereitet sein, Business as usual geht da auf keinen Fall. Beim Turnerbund Sinzheim sind sie deshalb auf eine ganz besondere Idee gekommen, wie das anstehende Jubiläumsjahr, also 2022, zu begehen sei. Nämlich so: Jede der sechs TB-Abteilungen soll – übers Jahr verteilt – ein besonderes Highlight setzen, welcher Art auch immer.

Was hie und da für Nachdenken bis hin zu Kopfzerbrechen gesorgt haben dürfte, war bei den TB-Tischtennisspielern schnell abgemachte Sache, die Abteilungsleiter Patrick Fischer mit einem breiten Grinsen im Gesicht verrät: „Wir waren uns sofort einig, dass wir nochmal ein Tischtennis-Bundesligaspiel in Sinzheim ausrichten wollen.“

Nochmal heißt in diesem Fall nach November 2018 sowie Dezember 2019. Da war die heimische Fremersberghalle schon einmal, also zweimal, Austragungsort eines Heimspiels der Bundesliga-Frauen des TV Busenbach. Beim ersten Mal spielten die Busenbacherinnen gegen Bad Driburg 5:5, das zweite Spiel verloren sie gegen Böblingen mit 4:6. Bei beiden Partien war die Hölle los, über 400 und knapp 350 Zuschauer machten die Fremersberghalle für einen Tag zu Deutschlands Tischtennistempel.

TTC Eastside Berlin gibt sich die Ehre

Abteilungsleiter Fischer hatte just dies – ein paar hundert Zuschauer – den Busenbacherinnen schon im Voraus versprochen – und sich damit weit aus dem Fenster gelehnt. Umso glücklicher waren sie beim TB hernach, dass sie alle zusammen Wort halten konnten. Mehr noch sogar: Im ersten Spiel wurde der Zuschauerrekord der Bundesligasaison 2018/19 aufgestellt. Zum Vergleich: Zu den Heimspielen in Busenbach kamen im Schnitt gerade Mal 50 Zuschauer – wenn überhaupt.

Jetzt also nochmal Bundesliga, aller guten Dinge sind schließlich drei. Busenbach ist diesmal allerdings nicht mehr mit von der Partie, der TVB hat Anfang 2020 seinen Rückzug aus der Eliteliga bekannt gegeben. Auf der Suche nach Ersatz haben Fischer und seine Mitorganisatoren ins allerhöchste Regal gegriffen: Der TTC Berlin Eastside, fünffacher Champions-League-Sieger sowie jeweils siebenfacher deutscher Meister und Pokalsieger, stand auf der Wunschliste ganz oben – und sollte es prompt werden. „Das ist der aktuelle Triple-Sieger. Die Crème de la Crème. Mehr geht nicht“, freut sich Fischer über den eigenen Coup – zu dem er die Berliner gar nicht groß hat überreden müssen.

„Als ich im Mai mit deren Manager Kontakt aufgenommen habe, um unser Vorhaben vorzustellen, und er den Name Sinzheim vernommen hat, hat er nur gesagt: „Ich hab‘ von euch gehört. Ihr habt doch schon mal ein Bundesligaspiel vor über 400 Zuschauern ausgerichtet‘“, erzählt Fischer von der ersten Begegnung am Telefon. Der Rest sei relativ flott über die Bühne gegangen. „Die Absichtserklärung der Berliner lag schnell vor“, weiß Fischer zu berichten.

Ziel: Zuschauerrekord von 2018 knacken

Lediglich die Terminsuche gestaltete sich etwas schwieriger, bei einer Mannschaft der Güteklasse Berlin ist das völlig normal. Der Bundesligaspielplan richtet sich schließlich nach dem internationalen Kalender. Mittlerweile wurde auch in diesem ein Plätzchen gefunden: Am Samstag, 19. März, um 14 Uhr werden die Berlinerinnen in Sinzheim an die Platte gehen – und zwar gegen die Frauen des TTC Weinheim.

Zumindest Fischers Ziel ist dabei jetzt schon klar gesteckt: Der eigene Zuschauerrekord von 2018 soll möglichst gebrochen werden.

Ihr Autor

BT-Redakteur Frank Ketterer

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Erstellt:
12. November 2021, 15:34 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 38sec

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