Weltstar Milow beim Festivalsommer in Ötigheim

Ötigheim (manu) – Vor 630 Besuchern trat der bekannte Sänger Milow am Samstag beim Festivalsommer der Volksschauspiele Ötigheim auf. Neben seinen Hits hatte er auch eine neue Komposition im Gepäck.

Für jeden Titel tauscht er die Gitarre: Milow spielt in Ötigheim durch bis in die Nacht hinein.  Foto: Manuela Behrendt

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Für jeden Titel tauscht er die Gitarre: Milow spielt in Ötigheim durch bis in die Nacht hinein. Foto: Manuela Behrendt

Die Aneinanderreihung von fulminanten Show-Acts in der zweiten Woche des Festivalsommers der Volksschauspiele Ötigheim krönt am Samstag der Weltstar Milow. Jonathan Vandenbroeck, so der bürgerliche Name des Shooting Stars, ist seit Ende Juni auf Tournee in seiner belgischen Heimat sowie den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und „ziemlich planlos kreuz und quer durch Deutschland“.

Letzteres sei erst bewusst geworden, als man die Gastspielörtlichkeiten googelte, erzählt Milow. Seine Moderation hält er im Wechsel auf Deutsch und Englisch. Angenommen habe man jede Buchungsanfrage, denn: „Wegen Corona verloren wir im vergangenen Jahr 70 Konzerte, und ich hatte plötzlich unerwartet viel freie Zeit“. Genutzt habe er diese für neue Kompositionen.

Eine davon ist „ASAP“. Darin thematisiert er die Kontaktbeschränkungen während der Pandemie. Er stellt den Song dem blendend gelaunten Publikum in Ötigheim vor, erntet dafür frenetischen Applaus.

Für das Aufheizen der rund 630 Besucher ist vor Milows Auftritt ein vielversprechender Support Act zuständig. Nico Laska heißt der junge Mann, der auch bei den bekannten Größen Wincent Weiss und Jupiter Jones das Vorprogramm bestreitet. In Ötigheim punktet er mit seiner offenen, redseligen Art („Ehrlich, ich habe noch nie vorher vor einer Burg gespielt!“) sowie seiner ausgeprägten Singstimme.

Als Solist begleitet sich der 25-jährige „Voice-of-Germany“-Teilnehmer auf seiner Akustikgitarre, präsentiert eine Handvoll Eigenkompositionen, von denen „Lonely Forever“ beim Publikum einschlägt und „Bye bye“ als hitverdächtige Mitsingnummer unweigerlich hängen bleibt. Die Zuschauer stimmt er gekonnt auf vokales Mitmachen ein, bereitet den Weg für Milow.

Lichteffekte und Bühnennebel

Nach Einbruch der Dunkelheit übernimmt dieser die Szenerie, spielt in einer Orgie aus Lichteffekten und Bühnennebel seine Songauswahl in einem Rutsch durch bis in die Nacht hinein. Für jeden Titel tauscht er die Gitarre. Etliche Instrumente stehen für das Wechselspiel parat. Zu hören sind unter anderem „First Day of my Life“, „Greatest Expectations“, „Laura’s Song“, „Against the Tide“, und „Little in the Middle“. Für den sympathischen Belgier, der mit „Ayo Technology“ weltweit die Charts stürmte und dessen internationaler Durchbruch im Jahr 2007 mit „You don’t know“ begann, interessiert sich nicht nur ein sehr junges Publikum.

Begeistert von Naturarena

Seine mitunter an Folkloretakte angelehnten Rhythmen, die ansprechenden, tiefsinnigen Texte und seine sanfte Stimme kommen in allen Generationen an. Den kurzfristig terminierten Abstecher des 40-Jährigen in die Ötigheimer Naturarena zelebrieren die Zuschauer in ausgelassener Feierlaune. Auch für Milow hat die Burg als Kulisse eine große Faszination. „Einen solchen Hintergrund kriege ich so gut wie nirgendwo“, schwärmt er.

Die Chemie zwischen Sänger und Publikum passt vom ersten Takt an. Ziemlich schnell gehen die von Milow sehr angetanen Besucher in den Tanzmodus über, die Stimmung ist bombastisch mitreißend. Stehende Ovationen und Kreischalarm am Schluss belohnen den Künstler und seine Band.

Ihr Autor

Manuela Behrendt

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Erstellt:
23. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 25sec

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