Whittaker tritt 2021 erneut zur Bundestagswahl an

Baden-Baden (for) – Wie erwartet wird der bereits amtierende CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker (35) im kommenden Jahr erneut bei der Bundestagswahl als Kandidat antreten. Er wurde am Donnerstagabend bei der Nominierungsveranstaltung der CDU im Rantastic in Haueneberstein mit einem deutlichen Votum gewählt.

Kai Whittaker will die Christdemokraten „mit Mut und Zuversicht“ im Deutschen Bundestag vertreten.  Foto: Janina Fortenbacher

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Kai Whittaker will die Christdemokraten „mit Mut und Zuversicht“ im Deutschen Bundestag vertreten. Foto: Janina Fortenbacher

„Packen wir’s an, damit die Union auch weiterhin unser Land regiert.“ Die Worte, mit denen der CDU-Abgeordnete Kai Whittaker (35) am Donnerstagabend im Rantastic vor seine Parteigenossen getreten ist, klingen fast wie eine Kampfansage – vor allem in Richtung Grüne und AfD. Und sie scheinen Wirkung gezeigt zu haben, der Baden-Badener erhielt bei der Nominierungsveranstaltung des CDU-Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 für den Wahlkreis 273 (Rastatt) 89 Prozent der Stimmen (wir berichteten). Damit wird er im Herbst 2021 bereits zum dritten Mal zur Bundestagswahl antreten.

„Stabilitätsanker dieser Welt“

Dass Deutschland derzeit vor einer „großen Herausforderung“ stehe, lasse sich kaum verleugnen, sagte Whittaker in seiner Bewerbungsrede mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Wir befinden uns in einer der größten Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte er. Allerdings habe die CDU in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, „dass wir gemeinsam Krisen meistern können.“ Auch in der derzeitigen Situation schaue die ganze Welt auf Deutschland. „Wir sind der Stabilitätsanker dieser Welt. Zeigen wir der Welt, dass wir Digitalisierung können und dass man für Leistung und Fleiß nicht nur Applaus von den Balkonen bekommt, sondern auch davon leben kann.“

„Abschottung ist der falsche Weg“

Nach lobenden Worten für die CDU und jeder Menge Zukunftsoptimismus machte Whittaker aber auch seinem Ärger über die Politik der AfD Luft: „Es macht mich wütend, wie andere Parteien diese Krise missbrauchen und versuchen, sich als bürgerliche Partei zu inszenieren.“ Nichts sei falscher als eine Politik der Abschottung mit geschlossenen Grenzen.

Klimakrise als Herkulesaufgabe

Auch für den „grünen Hauptgegner“ der Christdemokraten hatte der Baden-Badener harte Worte übrig: „Wir wissen, dass eine zukunftsfeste Wirtschaft eine gesunde Umwelt braucht.“ Die Klimakrise sei eine weitere Herkulesaufgabe. Im Gegensatz zu den Grünen habe die CDU dabei aber auch immer die wichtigen Arbeitsplätze in der Automobilbranche im Blick. Diese Arbeitsplätze dürften nicht verloren gehen. „Deshalb glaube ich an unsere Autobranche und an unsere Tüftler, die das Auto von morgen finden werden.“

17 Gegenstimmen

Im Wahlkreis selbst wolle sich Whittaker weiterhin für eine bessere Infrastruktur und Integrationsförderung einsetzen.

Für seine Rede bekam der 35-Jährige aus den Reihen der CDU-Mitglieder viel Zuspruch. Das Ergebnis der Wahl war für die meisten der Anwesenden ohnehin keine große Überraschung, schließlich war der Baden-Badener der einzige, der seinen Hut in den Ring geworfen hatte. Am Ende konnte Whittaker 138 von 157 abgegebenen Stimmen für sich gewinnen. Immerhin 17 Christdemokraten stimmten gegen ihn und zwei enthielten sich. Von den Spannungen mit der Jungen Union (JU) war am Donnerstagabend nichts mehr zu spüren. Die JU hatte Whittaker im Vorfeld der Nominierungsveranstaltung zunächst dafür verurteilt, bei einer „Black Lives Matter“-Demonstration in Berlin die Mindestabstandsregel missachtet zu haben, war dann aber wieder zurückgerudert.

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Erstellt:
26. Juni 2020, 19:00 Uhr
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