„Wichtige regionale Vernetzung“ für die Zwetschgenstadt Bühl

Bühl (gim) – Der Gemeinderat Bühl hat den aktualisierten Plan für das Mobilitätskonzept Regiomove beschlossen.

Hier soll es in naher Zukunft, basierend auf dem Mobilitätskonzept Regiomove, einige Veränderungen geben. Foto: Meier

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Hier soll es in naher Zukunft, basierend auf dem Mobilitätskonzept Regiomove, einige Veränderungen geben. Foto: Meier

Es geht voran bei der Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel: Der Gemeinderat Bühl hat den überarbeiteten Plan zum Projekt Regiomove einstimmig beschlossen. Vor allem die Kurzzeitparkplätze am Bahnhof wurden fraktionsübergreifend sehr begrüßt.

Wie berichtet, beinhaltet das Konzept Regiomove eine Verbindung und Vernetzung verschiedener öffentlicher Verkehrsmöglichkeiten an zentralen Knotenpunkten. An dem Vorhaben unter Federführung des KVV beteiligt sich neben einigen anderen Kommunen auch die Stadt Bühl mit ihrem Bahnhof. Ziel des Pilotprojekts ist es, eine nahtlose Mobilitäts- und Servicekette zu bieten.

In der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend im Bürgerhaus Neuer Markt kam die nach der Behandlung im Technischen Ausschuss überarbeitete Planung zu dem Vorhaben zur Sprache. Nachdem der Gemeinderat am 17. Juni dem Konzept grundsätzlich zugestimmt hatte, hat die Verwaltung den Standort eines digitalen Info-Terminals nochmals überdacht und ist dem Wunsch des Gemeinderats, den Infopunkt nördlich des Bahnhofsgebäudes vorzusehen, nachgekommen.

Das Terminal soll nun im Bereich des nördlichen Parkplatzes hinter den Bäumen angebracht werden, während die weiteren Angebote, wie der Carsharing-Parkplatz und die E-Auto-Ladestation, auf der anderen Straßenseite gegenüber des Parkplatzes angeordnet werden sollen. Außerdem berichtete die Abteilungsleiterin der Stadtentwicklung, Babara Thévenot, dass 20 Kurzzeitparkplätze, die unter anderem für Arztbesuche genutzt werden können, im Bereich des nördlichen Parkplatzes geplant sind. Während man hier aktuell unbegrenzt lange sein Auto abstellen kann, wird das Parken in Zukunft zeitlich beschränkt sein. Vor allem dieses Vorhaben wurde von den Stadträten sehr begrüßt. Thomas Wäldele (GAL) zeigte sich zufrieden, merkte jedoch an, dass es besser wäre, die Zahl der Parkplätze auf 17 zu reduzieren, da diese 17 Parkplätze senkrecht angeordnet werden können, während die übrigen drei in den Kurvenbereich ragen würden, was zu Parkchaos führen könnte. Timo Gretz (SPD) betonte, dass 20 Parkplätze notwendig seien, zeigte sich aber sehr zufrieden mit dem neuen Plan.

Ausdehnung in Stadtkern möglich

Peter Teichmann (GAL) stellte die Frage, wie die Kurzzeitparkplätze kontrolliert werden, damit nicht zu lange geparkt wird. Laut Oberbürgermeister Hubert Schnurr wird ein Parkscheinautomat aufgestellt, um das zu verhindern. Johannes Moosheimer (FW) merkte an, dass es nicht nur der Kurzzeitparkplätze bedarf, da Bürger aus den umliegenden Ortsteilen mit dem Auto an den Bahnhof kommen, um mit dem Zug weiterzufahren.

Ferner ist er der Meinung, dass die App, mit der später Leihautos und Fahrräder zentral buchbar und bezahlbar sind, weiterentwickelt werden muss, da diese eher genutzt werden wird als die Schilder.

Für den Fraktionsvorsitzenden der FDP, Lutz Jäckel, ist wichtig, dass für das neue Mobilitätskonzept vermehrt Werbung gemacht wird, damit es möglichst viele Bürger nutzen und es so auf breite Zustimmung stößt. Georg Feurer, der Fraktionsvorsitzende der CDU, beschrieb das Konzept als eine „wichtige regionale Vernetzung“ und verbuchte das Vorhaben als einen Erfolg. Auf seine Frage, ob man das Projekt im Laufe der Zeit flächenmäßig noch in der Stadt Bühl ausweiten könne, antwortete Thévenot, dass zum Beispiel über den angedachten Fahrradverleih auch eine Station in der Innenstadt Sinn mache. Auch eine weitere Ausdehnung des Systems sei denkbar

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Erstellt:
24. Juli 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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