Wieder Badespaß am Erländersee in Hügelsheim

Hügelsheim (sawe) – Viele Freibäder in der Region sind bereits in die Saison gestartet, auch der Erländersee auf Hügelsheimer Gemarkung ist seit 1. Juni wieder für den Badebetrieb geöffnet.

•Idyllisch gelegen ist der Erländersee mit der Mosquito-Strandbar im Hintergrund, die ebenfalls geöffnet ist. Foto: Bernhard Schmidhuber

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•Idyllisch gelegen ist der Erländersee mit der Mosquito-Strandbar im Hintergrund, die ebenfalls geöffnet ist. Foto: Bernhard Schmidhuber

Proben, die das Gesundheitsamt Rastatt am 18. Mai entnommen hatte, haben keine Beanstandungen nach der Badegewässerverordnung ergeben. Somit steht einem unbeschwerten Badespaß derzeit nichts entgegen. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag ab 8 Uhr, Samstag und Sonntag ab 9 Uhr.

Im vergangenen Jahr war der Badesee wegen eines großen Algenteppichs in die Schlagzeilen geraten. Untersuchungen ergaben: Cyanobakterien (Blaualgen) waren nachweisbar, wenn auch nicht dominant. Nach wiederholter Algenbildung in dem heißen trockenen Sommer 2020 zog der damalige Bürgermeister Reiner Dehmelt die Notbremse und ordnete die Schließung der Badestelle im Hinblick auf die Sicherheit und Gesundheit der Badegäste an. Damit war die Badesaison Anfang September vorzeitig beendet.

Experte untersucht Algenbildung

Um der Algenbildung auf den Grund zu gehen, beschloss der Gemeinderat dann im Oktober 2020, ein limnologisches Gutachten erstellen zu lassen. Der Auftrag ist vergeben. Der Badesee werde nun einmal in Monat von einem Experten beprobt, um Aufschluss über die chemischen und biologischen Abläufe im See zu erlangen, erläutert Bauamtsleiter Elmar Sauter auf BT-Nachfrage. Über die Wintermonate soll dann der See mit Wasser aus dem Rheinniederungskanal, der noch bakteriologisch beprobt wird, durchströmt und so mit Nährstoffen angereichert werden, damit keine Blaualgen mehr entstehen.

Sollten sich in dieser Saison allerdings erneut Blaualgen bilden, würde der Badesee wieder geschlossen werden, sagt Hauptamtsleiterin Nicole Walter. Doch das hofft derzeit niemand im Hügelsheimer Rathaus.

Appell an die Verantwortung der Badegäste

An die Badegäste wird appelliert, in der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie Rücksicht und Umsicht walten zu lassen und die Abstandsregeln (1,5 Meter) zu anderen Personen auf den Liegeflächen sowie im Wasser einzuhalten. Sollte dies nicht möglich sein, werden neu eintreffende Badegäste gebeten, das Gelände erst gar nicht zu betreten und an einem anderen Tag wieder zu kommen. Der Erländersee ist ein Badesee ohne kontrollierten Zugang und kostet auch keinen Eintritt. Daher liege die Verantwortung für einen reibungslosen Badebetrieb bei jedem Badegast selbst, verdeutlicht Walter weiter. Auch der Pächter der Mosquito-Strandbar habe ein wachsames Auge darauf. Sollten die Regeln jedoch missachtet werden oder es auf den Liegewiesen deutlich zu voll werden, müsste die Polizei kontrollieren. Die Gemeinde selbst könne dies aus personellen Gründen nicht leisten. Eine mögliche Sperrung des Sees für Badegäste bei nicht coronakonformen Verhalten komme für die Gemeinde nur als letztes Mittel in Betracht.

Mosquito-Strandbar wieder geöffnet

Auch die Badewasserqualität wird während der Badesaison in regelmäßigen Abständen vom Gesundheitsamt überprüft. Außerdem werde auch in diesem Jahr die DLRG im Auftrag der Gemeinde die Badeaufsicht an Wochenenden übernehmen, sofern Badewetter ist, obwohl es sich um eine Badestelle handelt und die Gemeinde daher gar keine Aufsicht stellen müsste.

Seit letzten Samstag geöffnet ist auch die Mosquito-Strandbar, die im vierten Jahr von Silvia Pichler und ihrem Sohn Christian betrieben wird. Nach Monaten coronabedingter Zwangspause „freuen wir uns, dass wir wieder arbeiten dürfen“, meint Christian Pichler, der die letztjährige Saison als „sehr anstrengend, sehr schwierig und sehr intensiv“ beschreibt und nach einem verhaltenen Auftakt nun auf einen besseren Verlauf hofft.

Die Mosquito-Strandbar hat täglich ab 12 Uhr geöffnet, Reservierungen sind nicht erforderlich. Gäste müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, vollständig geimpft oder genesen sein. „Das Leben ist einfach schöner am See“, wirbt Pichler für einen Besuch in der idyllisch gelegenen Lokalität.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sabine Wenzke

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Erstellt:
4. Juni 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 42sec

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