Wintersdorf leidet unter „Wheelie-Gang“

Rastatt (up) – Vandalismus, eingeschlagene Scheiben, Müll – Wintersdorf hat ein Problem mit auffälligen Jugendlichen. Bei seiner jüngsten Sitzung stellte der Ortschaftsrat diese kurzerhand zur Rede.

Vandalismus und Müllablagerungen: Einige auffällige Jugendliche sorgen in Wintersdorf für Ärger. Foto: Archiv

© pr

Vandalismus und Müllablagerungen: Einige auffällige Jugendliche sorgen in Wintersdorf für Ärger. Foto: Archiv

Die Ortschaftsräte in Wintersdorf haben am Dienstagabend ein Zeichen gesetzt. Ortsvorsteherin Daniela Schneider hatte dem Gremium in der öffentlichen Sitzung gerade über zahlreiche Fälle von Vandalismus in der Riedgemeinde berichtet, als Jugendliche an der Bushaltestelle und in dem Rohbau gegenüber der Mehrzweckhalle auftauchten, wo die Sitzung stattfand.

Auffällige Jugendliche

Die Räte identifizierten sie als potenzielle Mitglieder der sogenannten „Wheelie-Gang“ wie die Polizei sie nennt, nutzten die Gelegenheit und gingen geschlossen zu den Teenagern hinüber. Die wirkten ob der Überzahl von Erwachsenen beeindruckt und mussten sich deren Meinung zu den Vorkommnissen anhören. Und Begegnungen wie diese werden sie in Zukunft möglicherweise öfter erleben. So hatte Ankica Benz (CDU) in der Sitzung angeregt, dass sich die Ortschaftsräte in Zukunft über Whatsapp gegenseitig informieren, wenn einer von ihnen den auffälligen Jugendlichen begegnet, um dann gemeinsam mit diesen sprechen zu können. Einzelne Räte hatten zuvor bereits berichtet, dass sie zwar versucht hätten, mit den Teenagern ins Gespräch zu kommen, allerdings erfolglos: „Du hast uns gar nichts zu sagen“, war wohl eine häufige Antwort. Die Situation scheint bedenklich.

Polizei fährt vermehrt Streife

„Kein Tag ohne Meldungen“, sagte Schneider und erklärte, der Ortsvorsteher von Ottersdorf, Stefan Lott, habe mit ähnlichen Problemen zu tun. Es ging um eingeschlagene Scheiben, vermüllte Plätze und zuletzt von Bahnwaggons gelöste Bremsteile, die auf die Straße geworfen wurden, um nur einige Beispiele zu nennen.

„Die Polizei macht sich Sorgen um Wintersdorf, fährt hier vermehrt Streife und hat auch schon verschiedene Ansprachen gemacht“, so die Ortsvorsteherin. Es sei ein „harter Kern“ von 13 Jugendlichen ausgemacht worden, deren Eltern von der Verwaltung angeschrieben wurden. „Immerhin gab es zwei Rückmeldungen“, so Schneider, die auf die Eltern jetzt erneut zugehen möchte, um im Gespräch zu bleiben.

Zum Artikel

Erstellt:
1. Juli 2021, 12:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.