Wo bin ich nur mit meinen Gedanken?!

Gernsbach (dk) – Es sind die kleinen Momentaufnahmen des Lebens: Kurioses, Schönes, Ärgerliches. „Lebensnah“ schreibt Daniela Körner über ihre folgenreiche Vergesslichkeit.

Wo bin ich nur mit meinen Gedanken?!

© red

Meinen Kollegen hatte ich einen Kuchen versprochen – als Dankeschön für das Geburtstagsgeschenk, für das sie zusammengelegt hatten.

An meinem freien Mittwoch wollte ich ihn backen, und ihn donnerstags mitbringen. Da ich aber nicht wusste, ob ich noch Erdbeeren für meinen Lieblingskuchen bekäme, notierte ich zusätzlich die Zutaten für einen Alternativ-Kuchen auf meiner Liste. Ich fuhr also einkaufen, freute mich darüber, dass ich frische Erdbeeren fand, steckte den Einkaufszettel in die Handtasche, ohne ihn weiter zu beachten (da standen ja auch die Zutaten für Plan B drauf, den ich jetzt verworfen hatte), und fuhr nach Hause. Mist, Sahne vergessen... „Dass du dir das aber auch nie aufschreibst“, bekam ich dann von meinem Mann zu hören, der zugegebenermaßen besser organisiert ist. Doch, aufgeschrieben hatte ich es ja... Egal – ich fahre noch einmal los, kaufe eine Flasche Sahne. Dumm, solche Wege sollte man sich sparen, wenn man wie wir drei Kilometer vom nächsten Laden entfernt wohnt. Abends dann nach dem Essen mache ich mich ans Backen. Ich öffne den Kühlschrank: keine Sahne weit und breit. „Die hab’ ich doch zum Kochen gebraucht“, sagt mein Mann. Klar, deshalb stand ja „2x Sahne“ auf dem Zettel, der in der Tasche verkrumpelt ist. Ich bin froh, dass wir so nette Nachbarn haben, die uns schon öfters etwas geliehen haben. Jetzt beim Schreiben fällt mir ein: Ich sollte ihnen mal wieder Sahne vorbeibringen...

Ihr Autor

BT-Redakteurin Daniela Körner

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Erstellt:
24. Juli 2021, 12:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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