Wörthgarten in der letzten Planungsphase

Gernsbach (stj) – Auch wenn nichts zu sehen ist, laufen die Arbeiten für die Konversion des ehemaligen Pfleiderer-Areals Angaben der Stadt zufolge „unter Hochdruck“.

Im Mai soll es auf dem Weg vom Pfleiderer-Areal zum Wörthgarten weitergehen. Foto: Willi Walter

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Im Mai soll es auf dem Weg vom Pfleiderer-Areal zum Wörthgarten weitergehen. Foto: Willi Walter

Bürgermeister Julian Christ kündigt auf BT-Anfrage an, dass der Projektträger Krause-Gruppe (Bayreuth) im Mai größere Arbeiten auf dem Gelände erledigen werde. Dabei handele es sich im Wesentlichen um nachlaufende Arbeiten zum bereits erfolgten Abbruch der Gebäude. Mit der einstimmigen Beschlussfassung zum Hochwasserschutz hat der Gemeinderat in seiner März-Sitzung den Weg für den Abschluss des Bebauungsplans und für die Bebauung des Areals bereitet. Aktuell laufen die weiteren Planungsphasen zur Umsetzung des Hochwasserschutzes durch das Fachbüro Wald + Corbe und weiterer Büros unter Beteiligung der zuständigen Behörden, informiert die Stadt Gernsbach. Diese Planungsphasen seien unmittelbar nach dem jüngsten Gemeinderatsbeschluss beauftragt worden. Bürgermeister Julian Christ hatte angekündigt, das Bebauungsplanverfahren werde in den nächsten Monaten abgeschlossen – das heißt: erst zweite Offenlage, anschließend Satzungsbeschluss.

Nach Panne beim Reptilienschutz monatelange Zwangspause

Dazu hatte CDU-Stadtrat Stefan Freundel am Montag eine Anfrage. Er erkundigte sich, ob die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung der Stadtverwaltung bereits vorliegen. Daraufhin hieß es lediglich, dass eine solche bei einem Bebauungsplanverfahren nach Paragraf 13 a gar nicht zwingend erforderlich sei und dass dem Gemeinderat im Zuge der zweiten Offenlage „alle erforderlichen Unterlagen“ zur Verfügung gestellt würden.

Wie berichtet, hatte Ende vergangenen Jahres eine Panne beim Reptilienschutz auf dem ehemaligen Pfleiderer-Areal dafür gesorgt, dass bis zum 1. April weitere Maßnahmen auf dem Weg zur Konversion hin zum Wörthgarten unterlassen werden mussten. So war es auf Geheiß der Unteren Naturschutzbehörde verboten, in nicht versiegelte Geländeoberflächen einzugreifen und diese mit schweren Fahrzeugen zu befahren. Als diese Frist abgelaufen war, gingen nicht wenige davon aus, dass es unverzüglich weiter gehen würde auf dem kontaminierten Gelände, das die Krause-Gruppe in einen Nutzungsmix aus Vollsortimenter (Edeka) und Discounter (Lidl) sowie Gewerbe, Büro, Einzelhandels- und Wohnbauflächen verwandeln möchte. Ursprünglich war geplant, die Dekontaminierung des mit Chemikalien belasteten Areals bereits im zurückliegenden Sommer anzugehen, um im Frühjahr 2021 mit den Arbeiten an den neuen Gebäuden beginnen zu können.


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