Wohlfühltempel mit viel Potenzial

Bad Herrenalb (sazo) – Eine neue Studie zum Entwicklungskonzept der Siebentäler Therme konzentriert sich auf die Saunalandschaft und rückt den Schwarzwald in den Fokus.

Glauben an die Zukunft der Siebentäler Therme: (von links) Architektin Katharina Spraul, der stellvertretende Bürgermeister Christian Romoser, Projektleiter Eberhard Oehler, Bürgermeister Klaus Hoffmann, Karina Herrmann (Geschäftsführerin Stadtwerke) und Kämmerer Albert Wilhelm. Foto: Sabine Zoller

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Glauben an die Zukunft der Siebentäler Therme: (von links) Architektin Katharina Spraul, der stellvertretende Bürgermeister Christian Romoser, Projektleiter Eberhard Oehler, Bürgermeister Klaus Hoffmann, Karina Herrmann (Geschäftsführerin Stadtwerke) und Kämmerer Albert Wilhelm. Foto: Sabine Zoller

Um Potenzial für den in die Jahre gekommenen Wohlfühltempel in Bad Herrenalb zu schaffen, will Bürgermeister Klaus Hoffmann die Weiterentwicklung der Therme forcieren. Dabei soll nicht nur investiert, sondern eine Einrichtung geschaffen werden, die auch in Zukunft weitere Attraktivitätssteigerungen ermöglicht. Jetzt präsentierten die Stadtwerke und die Stadtverwaltung gemeinsam mit Katharina Spraul von der Fritz Planung GmbH aus Bad Urach ein ausführliches Konzept zur Sicherung der langfristigen Konkurrenzfähigkeit der Therme.

Unter dem Motto „spüren, erleben, sehen“ entwirft das Exposé den Duktus einer neuen Marke, in der der Schwarzwald deutlich spürbar in Erscheinung tritt. Ziel ist nicht nur Räume zu gestalten, sondern zudem eine neue Identität zu schaffen, die die Umgebung und die Natur integriert. So wird bei der Wasserwelt die Optik im Innen- und Außenbereich verändert und mit Sprudelliegen, Massagedüsen und Whirlpool aufgewertet. Eine neue Saunalandschaft mit Kosten von geschätzt 4,6 Millionen Euro soll entstehen, die einen massiven Eingriff in die Bausubstanz erfordert, um einer Großsauna und einem Dampfbad Platz zu schaffen. Zudem soll mit Kapazitäten bis zu 70 Personen eine weitere Außensauna, Liegewiese und Barfußpfad die Attraktivität steigern (0,9 Millionen Euro). Ergänzend dazu sind Wärmedämmung und Senkung der laufenden Energiekosten für ein konkurrenzfähiges Gesamtkonzept geplant, sodass eine energetischen Fassadensanierung (1,9 Millionen Euro) zusätzlich auf den Kostenplan rückt, um die Geschichte des 1971 eröffneten Bades fortzuschreiben.

Investitionsvolumen von 9,5 Millionen Euro

„Ein Ansatz, der Potenzial für die Zukunft hat“, sagt Karina Herrmann, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Herrrenalb. Bereits im November 2020 gab der Herrenalber Gemeinderat mit einem Investitionsvolumen von 9,5 Millionen Euro sein „Go“ zur Sanierung der defizitären Therme. Unter Leitung von Eberhard Oehler, ehemals Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen, wurde eine Projektgruppe gebildet, deren Ideen nun in die Entwicklungsstudie eingeflossen sind.

„Damit haben wir festgestellt, dass wir in Zukunft eine Siebentäler Therme aus einem Guss haben möchten“, berichtet Klaus Hoffmann. Dass das zu mehr Kosten im Vergleich zu früher führt, sei für ihn nachvollziehbar. Allerdings werde er den Gemeinderat davon überzeugen müssen, um sich nach dem ersten Schritt auch dem zweiten zu widmen. Denn erst danach kann ein Förderantrag gestellt und ein Architektenauswahlverfahren durchgeführt werden. Start zur Umsetzung der Baumaßnahmen könnte 2023 und eine Neueröffnung im Jahr 2025 erfolgen.


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