„Würden das Bad gerne dieses Jahr eröffnen“

Gaggenau (uj) – Die Arbeiten zur Sanierung des Beckens im Bernsteinbad Sulzbach liegen im Zeitplan. „Und auch das Budget wird bis jetzt eingehalten.“ Susanne Kuppinger, Vorstandsmitglied des Schwimmbadvereins Sulzbach, hat fast nur positive Nachrichten im Gepäck.

Das neue Edelstahlbecken im Sulzbacher Bernsteinbad nimmt Gestalt an.  Foto: Jahn

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Das neue Edelstahlbecken im Sulzbacher Bernsteinbad nimmt Gestalt an. Foto: Jahn

Die umfangreiche Sanierung des Beckens der Sulzbacher Freizeiteinrichtung läuft auf vollen Touren. Doch kurz vor der Zielgeraden gibt es mehrere Fragezeichen.

Natürlich ist da die Corona-Krise. Der anvisierte Wiedereröffnungstermin des Sulzbacher Schwimmbads, das künftig den Namen „Bernsteinbad“ trägt, sollte nach den bisherigen Planungen am 21. Mai mit einer Feier sein. Doch dieser Termin dürfe nicht zu halten sein. Und dann ist da noch die Fachfirma aus Österreich, die auf dem Beckenboden die Bodenbleche einschweißen soll. Die Mitarbeiter der Firma dürfen wegen Corona nicht nach Deutschland einreisen. Der Zeitplan könnte deshalb ins Wanken kommen. Diese Arbeiten dauern etwa eine bis zwei Wochen.

Ansonsten ist das neue Edelstahlbecken fertig. „Das wird traumhaft schön“, waren sich bei einer Begehung Anfang Februar Oberbürgermeister Christof Florus und die Vereinsvertreter Jürgen Kohm, Susanne Kuppinger und Andreas Lensing einig, dass in dem landschaftlichen Idyll ein kleines Badeparadies entstehe, das vor allem durch die Beckenform und die Einbettung in das Gelände besticht. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass der halbrunde Charakter erhalten bleibt“, betonte Jürgen Kohm. Auch Architekt Thomas Gieger freute sich, dass es gelungen sei, das Edelstahlbecken entsprechend so zu formen und in das alte Becken einzusetzen.

Das neue Becken mit einer Wasserfläche von knapp 600 Quadratmetern besitzt eine umlaufende Edelstahlrinne, in der das Schwallwasser aufgefangen wird. Das dazugehörige Technikgebäude wurde ebenfalls ins Gelände integriert und ist im Bad selbst kaum sichtbar. Der Zugang zu dem unterirdischen Gebäude ist unten von der Straße aus. Die Reinigung und Chlorung des Wassers erfolgt weiterhin im bestehenden Gebäude. Die Filter dort sind noch in einem guten Zustand und können auch für das neue Bad verwendet werden.

Aktuell ist ein Gärtnereibetrieb mit Arbeiten rund um das Becken und im Liegebereich beschäftigt. Eine Sonnenterrasse soll nach den Worten von Kuppinger entstehen, auch sind sonstige Arbeiten im Außenbereich erforderlich.

Die Vereinsmitglieder konnten bislang so gut wie keine ehrenamtlichen Arbeiten erledigen. „Die Eigenarbeiten kommen später, zum Beispiel den Rasen anlegen oder weitere Dinge“, sagt Kuppinger.

Der Kostenrahmen für das Projekt Schwimmbad Sulzbach (rund 1,1 Millionen Euro) wird nach aktuellem Stand eingehalten. Bis jetzt gebe es keine Mehrausgaben. Wie es mit Blick auf den Eröffnungstermin weitergeht, steht momentan in den Sternen.

Laufende Kosten sind immer da

Niemand weiß, wie sich die Corona-Krise weiter entwickelt, wie lange es Ausgangsbeschränkungen und weitere Maßnahmen geben wird. Susanne Kuppinger bringt es für den Vorstand des Schwimmbadvereins auf den Punkt: „Wir würden gerne dieses Jahr eröffnen.“ Doch ob dies möglich sein wird, steht aktuell in den Sternen.

Falls es dieses Jahr nicht zu einer Öffnung kommen würde, „wäre das problematisch“ für den Schwimmbadverein, betont Kuppinger. Denn laufende Kosten müssten gedeckt werden, Einnahmen fielen weg. „Das wäre fatal“, bringt es Kuppinger auf den Punkt. Eine Wiedereröffnung des Bades im Juli wäre nach ihren Worten noch ohne Problem. Der Schwimmbadverein hat derzeit 400 Mitgliedschaften mit fast 800 Personen. Familien zum Beispiel zählen als eine Mitgliedschaft. Bei Bedarf würden die Mitglieder informiert, kündigt das Vorstandsmitglied an.

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Erstellt:
13. April 2020, 19:00 Uhr
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