Wunderbare Zeit im Murgtal

Forbach (mm) – Viele Rückmeldungen hat Pfarrer Thomas Holler bereits erhalten, seit die Nachricht von seinem bevorstehenden Wechsel in der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach bekannt ist.

Pfarrer Thomas Holler am Portal von Sankt Johannes in Forbach. Er bleibt noch ein gutes Jahr im Murgtal. Foto: Markus Mack

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Pfarrer Thomas Holler am Portal von Sankt Johannes in Forbach. Er bleibt noch ein gutes Jahr im Murgtal. Foto: Markus Mack

„Ich verstehe die Enttäuschung der Gläubigen hier, aber auch die Situation von Erzbischof Stephan Burger in Freiburg, der Stellen adäquat besetzen muss“, sagt er.

Erzbischof Burger hat den Leiter der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach mit Wirkung ab 1. Oktober 2022 zum Pfarrer der Pfarreien der Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim ernannt.

Zusammen mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern wird Holler für die Seelsorge von rund 7.400 Katholiken in sieben Pfarrgemeinden in Tauberbischofsheim verantwortlich sein.

„Ich verlasse Freunde“

„Ich fühle mich in einer Umbruchphase zu einem neuen Lebensabschnitt“, erzählt er. Aber: Es sei nicht nur ein Wechsel des Arbeitsplatzes, „ich verlasse Freunde“.

Auf der einen Seite fühle er sich traurig, weil es eine schöne Zeit war. Noch bleibe ein Jahr, um wichtige Dinge auf den Weg zu bringen –  um mitzuhelfen, dass die Seelsorgeeinheit für die Zukunft gut aufgestellt ist. Bei aller Betroffenheit sei es auch ein Zeichen des Vertrauens, für eine größere Aufgabe berufen zu werden. Die Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach (SE) hat etwa 4.000 Katholiken, verteilt auf sechs Gemeinden. Tauberbischofsheim ist deutlich größer.

Holler wird im Rahmen des Zukunftsprozesses Kirchenentwicklung 2030 zum lokalen Projektkoordinator für den Raum Tauberbischofsheim ernannt. Die Gemeinde soll zu einer Großraumgemeinde werden, ähnlich wie das für das Murgtal vorgesehen ist. Das wäre dann eine Größenordnung von rund 25.000 Gläubigen, deren Leitung wohl für ihn angedacht sei.

Stelle wird ausgeschrieben

Ob das Pfarramt für Forbach-Weisenbach wieder besetzt wird, die Chance dazu schätzt Holler als gar nicht schlecht ein. Die Stelle werde ausgeschrieben, das sei ihm zugesagt worden. Eventuell komme auch ein Priester „aus der Weltkirche“, einem anderen Land, da habe man bisher gute Erfahrungen in den Sommerferien und zur Weihnachtszeit gemacht. „Für die Menschen ist es wichtig, dass wieder ein guter Seelsorger kommt.“

Die meisten strukturellen Herausforderungen seien gemeistert, Gebäude und Kirchen gut in Schuss. Was noch ansteht, ist die Sanierung des Forbacher Josefshauses.

Seit September 2010 ist Holler im Murgtal tätig, allseits anerkannt und bei den Gläubigen beliebt. Ein bleibendes Ereignis sei die Gemeindemission vor drei Jahren gewesen. Einfach, weil es eine gemeinschaftsbildende Maßnahme war, ein „schönes Fest des Glaubens mit sympathischen Missionaren, menschennah und mit geistlicher Tiefe.“

Menschen Mittelpunkt der Seelsorge

Für ihn stehen die Menschen bei seiner seelsorgerischen Arbeit im Mittelpunkt. Die Kraft dafür schöpft Holler aus dem Glauben. Dies habe viel mit bereichernden oder schmerzhaften Lebenserfahrungen zu tun, mit menschlichen Schicksalen und dem Erleben der Sinnhaftigkeit. „Wenn ich für Menschen etwas tun kann, bringt mir das Freude.“

In seinem letzten Jahr im Murgtal wolle er alles tun, was den Gläubigen hilft, unter den dann geltenden Rahmenbedingungen zurechtzukommen. Sein wichtigstes Ziel für das noch verbleibende Jahr ist es, Dinge vor Ort zu verankern, die den Menschen für das kirchliche Leben dort wichtig sind.

Wie lautet das Fazit, wenn er auf die Murgtäler Zeit zurückblickt? „Ich empfinde eine große Dankbarkeit für eine wunderbare Zeit mit großartigen Menschen.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
30. Juli 2021, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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