Yburg im Baden-Badener Rebland bleibt im Blick

Baden-Baden (hez) – Der Landtagsabgeordnete Tobias Wald (CDU) betont gegenüber dem BT, dass die touristische Rolle der Yburg im Baden-Badener Rebland erhalten werden muss.

Eine baldige Klärung der Zukunft der Yburg forderte der Landtagsabgeordnete Tobias Wald (CDU). Foto: Bernhard Margull

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Eine baldige Klärung der Zukunft der Yburg forderte der Landtagsabgeordnete Tobias Wald (CDU). Foto: Bernhard Margull

In die Diskussion über die Zukunft der Yburg im Rebland, die zurzeit nicht mehr besucht werden kann, hat sich der hiesige Landtagsabgeordnete Tobias Wald (CDU) eingeschaltet. Die Burganlage, so betont er im BT-Gespräch, müsse auch weiterhin eine wichtige Rolle im Tourismus Mittelbadens spielen.
Grundsätzlich sei es richtig, jetzt eine umfassende Sanierung vor allem im Küchenbereich der Gaststätte anzustreben, erklärt der Abgeordnete. Dazu brauche man aber ein Konzept „mit Hand und Fuß“ und müsse einen guten Pächter finden, der auf der Yburg regionale Küche anbiete.

Die zuständige Landesanstalt Staatliche Schlösser und Gärten hätte sich früher über den Umfang des Sanierungsbedarfs informieren müssen, meint Wald. Da wäre ein Gespräch mit dem ehemaligen Betreiber der Gaststätte hilfreich gewesen.

Ob die Sanierung wirklich, wie von der Schlösserverwaltung des Landes erhofft, im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen werden kann, sei nicht sicher. So ein Projekt könne sich auch angesichts der Situation in der Baubranche länger hinziehen. Daher müsse nun mit Hochdruck an der Planung und der Suche nach einem Pächter gearbeitet werden.

Vor-Ort-Termin mit Staatssekretärin

Wald hat wegen der Yburg einen Brief an die zuständige Staatssekretärin im Finanzministerium, Gisela Splett, gesandt, in dem er unter anderem wissen will, wann die Burg wieder als Ausflugsziel für die Öffentlichkeit erreichbar sein wird.

In dem Schreiben verweist Wald auch auf einer „größere Problematik“, deren Klärung vor allem für den weiteren Gaststättenbetrieb von entscheidender Bedeutung ist. Dabei geht es um die Zuständigkeit für die Zufahrtsstraße zur Yburg, die nicht offiziell für den öffentlichen Verkehr gewidmet ist, sondern nur als etwas breiterer asphaltierter Waldweg durch den Staatswald gilt. Betreut wurde diese Straße bislang durch die Forstverwaltung des Landes, die die Nutzung der Zufahrt durch den Pächter und Gäste der Burggaststätte geduldet hat.

Straßenschäden als Problem

Doch nun, so teilt Tobias Wald weiter mit, wolle die Forstverwaltung nicht mehr für die Unterhaltung der Straße aufkommen und habe angekündigt, den Zufahrtsweg für die Öffentlichkeit zu sperren, wenn die Baulast nicht übertragen wird. Dies würde bedeuten, dass die Öffentlichkeit nur noch zu Fuß oder mit dem Rad zur Burg gelangen könnte. Unter solchen Bedingungen könne sich ein rentabler Gastronomiebetrieb nicht mehr lohnen. Hier müsse nun umgehend eine klare Regelung gefunden werden.

Als eine Lösung sieht Wald die Übernahme der Zufahrtsstraße durch die Stadt Baden-Baden an. Das Geld für den Unterhalt müsse aber vom Land kommen, wobei es egal sei, aus welchem Finanztopf es dann stamme. Der Abgeordnete hat diesbezüglich schon Kontakt mit beteiligten Stellen aufgenommen und ist zuversichtlich, „dass es funktioniert“.

Wald hat Staatssekretärin Splett eingeladen zu einer Vor-Ort-Tour im September in Baden-Baden, um mit ihr über die Situation und Zukunft von wichtigen Gebäuden des Landes in der Kurstadt zu sprechen. Da soll es dann unter anderem um Kurhaus, Trinkhalle, Therme, Friedrichsbad und Kloster Lichtenthal gehen. Und auch über die Yburg will man sich bei dieser Gelegenheit ausführlich unterhalten. Splett, so teilte Tobias Wald am Montag mit, habe ihr Kommen bereits zugesagt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Henning Zorn

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Erstellt:
13. Juli 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 33sec

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