Ziel der Rebland-SG: Polonaise in der Halle

Baden-Baden (moe) – Die Drittliga-Handballerinnen der SG Steinbach/Kappelwindeck stehen am Sonntag gegen den ESV Regensburg vor einer schweren Prüfung. Das Ziel ist aber klar: eine Polonaise in der Sporthalle.

Wiederholung erwünscht: Karla Höhne (am Ball) lieferte im Hinspiel ihre beste Drittliga-Partie ab und erzielte dabei neun Treffer.

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Wiederholung erwünscht: Karla Höhne (am Ball) lieferte im Hinspiel ihre beste Drittliga-Partie ab und erzielte dabei neun Treffer.

Die Handballerinnen der SG Steinbach/Kappelwindeck bekommen am Sonntag gleich doppelt Konkurrenz: Zum einen natürlich sportlich, wenn um 17 Uhr das Drittliga-Topteam ESV Regensburg in der Steinbacher Sportschule gastiert. So weit, so naheliegend. Die Partie ist an diesem Wochenende zwar die einzige Begegnung im hiesigen Handball-Bezirk, dafür konkurriert die Rebland-SG am Fastnachtssonntag mit allerlei Narren und Hästrägern, die – beispielsweise im benachbarten Bühl – durch die Straßen defilieren.

Arnold Manz hat sich diesbezüglich schon etwas ausgedacht, für den Fall nämlich, dass die Gastgeberinnen gegen das ambitionierte Team aus der Domstadt gewinnen: „Dann machen wir in der Halle unseren eigenen Umzug“, scherzt der sportliche Leiter der SG. Am besten mit Humba Tätära, Polonaise und allem was dazugehört.

Regensburg ist klarer Favorit

Auf den ersten Blick scheint dieses Szenario einigermaßen unwahrscheinlich, denn der ESV ist das, was man gemeinhin als haushohen Favoriten tituliert. Der letztjährige Vizemeister führte die Tabelle zumindest gefühlt eine halbe Ewigkeit an, ist mit reihenweise Ausnahmekönnerinnen gespickt, von denen etliche Erfahrungen im DHB-Nachwuchsbereich gesammelt haben, steht aktuell auf Rang zwei und gewann obendrein das Hinspiel deutlich mit 30:21. Addiert man dann noch hinzu, dass bei der SG Einsätze von Stephanie Elies und Karen Klöpfer fraglich sind und Celine Baier definitiv fehlen wird, spricht das nicht gerade für die Heimmannschaft.

Manz: „Erstarren nicht in Ehrfurcht“

Allerdings betont Manz: „Wir werden nicht in Ehrfurcht erstarren!“ Auch das hat mehrere Gründe: Zum einen hat das junge SG-Team im Kampf um den Klassenerhalt dem Druck zuletzt standgehalten und sowohl die Konkurrenten aus Nellingen sowie Nellingen geschlagen. Schon allein deshalb ist man im Lager der Rebländerinnen „ziemlich tiefenentspannt“, so Manz. Zum anderen erinnert man sich im SG-Lager nur allzu gern an die vergangene Saison, als der ESV in der Bühler Großsporthalle auf sensationelle Weise bezwungen wurde. Und trotz der Niederlage gab es auch im Hinspiel positive Ansätze, beispielsweise die neun Tore von Karla Höhne, die damals laut Manz ihr „bestes Spiel“ abgeliefert hat. Oder die Tatsache, dass die SG bis zur 40. Minute – es stand 19:18 – durchaus auf Augenhöhe agierte.

Obendrein brannten die Gäste jüngst beim wenig berauschenden 25:20-Heimsieg gegen den Vorletzten Nellingen kein Feuerwerk ab. Ohnehin knarzt es derzeit beim selbst ernannten Aufstiegskandidaten: CO-Trainer Ingo Gömmel warf im November von alleine hin, vergangene Woche wurde überraschend Chefcoach Stefan von Frankenberg geschasst.

Ganz so abwegig erscheint eine kleine Fastnachtssause in der Steinbacher Sportschule vielleicht doch nicht.

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Erstellt:
20. Februar 2020, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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