Zufahrt zum Rhein: Schranke zeigt Wirkung

Au am Rhein/Rheinstetten (HH) – Als Reaktion auf die Zunahme von Wohnmobilen ließ die Gemeinde Au am Rhein eine Höhenbegrenzung am Rheinufer-Parkplatz aufstellen. Diese erweist sich als sehr effektiv.

Instabile Seitenlage: Weil beschädigt, wurde die Höhenschranke am Rheinufer-Parkplatz weggedreht. Trotzdem wirkt sie, wie die unverstellte Sicht aufs Wasser zeigt.  Foto: Helmut Heck

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Instabile Seitenlage: Weil beschädigt, wurde die Höhenschranke am Rheinufer-Parkplatz weggedreht. Trotzdem wirkt sie, wie die unverstellte Sicht aufs Wasser zeigt. Foto: Helmut Heck

Mit dem Abebben der jüngsten Hochwasserwelle wurde die Straße, die vom Rheinstettener Stadtteil Neuburgweier zum Rheinufer führt, wieder befahrbar. Sie war tagelang überschwemmt. Nach Rückgang der Überflutung konnte das Sperrtor am Damm wieder entfernt werden. Bei der Gaststätte Zollhaus ist wieder Leben eingekehrt, der dazugehörige Kiosk konnte ebenfalls wieder öffnen. Der Pegelstand des Rheins hat immer noch Hochwasserniveau, was aber nicht der einzige Grund für das veränderte Erscheinungsbild ist, das der direkt am Ufer gelegene Parkplatz bietet. Viel gravierender ist das Fehlen von Wohnmobilen. Fahrzeuge, die höher als 2,20 Meter sind, dürfen nicht mehr auf den Platz.

Die Gemeinde Au am Rhein, zu deren Gemarkung der Bereich gehört, hat entsprechende Schilder und eine Schranke aufstellen lassen. Die vom Auer Gemeinderat beschlossene Höhenbegrenzung erfolgte als Reaktion auf die starke Zunahme von Wohnmobilen.

Freier Blick auf den Rhein

An Spitzentagen drängten sich bis zu 30 Caravans auf der Fläche, manchmal so nahe am Ufer, dass Fußgänger kaum noch am Fluss entlang spazieren konnten. Der Blick auf den Rhein war oftmals durch dicht an dicht geparkte Fahrzeuge versperrt (wir berichteten). Die Schranke zeigt Wirkung, die Sicht ist wieder weitgehend frei. Normalgroße Autos dürfen aber weiterhin parken.

Dass die Schranke momentan auf die Seite gedreht ist, könnte man als Zeichen der Kulanz interpretieren. Ist es aber nicht, wie eine Anfrage bei Bürgermeisterin Veronika Laukart ergeben hat. Die tatsächlich schwenkbare Schranke sei im Juli montiert und gleich danach von einem Mobilheimchauffeur gerammt und verbogen worden. Die Spekulation, ob ein Racheakt vorstellbar sei, weist Laukart klar zurück. Es sei ein unbeabsichtigtes Malheur gewesen, der Verursacher bekannt. Man habe eine neue Schranke bestellen müssen. Sobald diese eingetroffen sei, werde sie wie vorgesehen angebracht, als Höhenbarriere über der Einfahrt.

Ihr Autor

Helmut Heck

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Erstellt:
13. August 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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