Zum Trainieren mal kurz auf den Kaltenbronn

Gernsbach (uj) – Petra Seehase und ihre Glücksmomente: Nur 13 Wochen nach einer Hüftoperation steht sie wieder auf 3200 Metern Höhe unterhalb des Matterhorns.

Klettern, Laufen, Wandern, Reisen: Petra Seehase aus Scheuern hat viele Hobbys und ist glücklich, diese nach wie vor ausüben zu können. Fotocollage: Petra Seehase

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Klettern, Laufen, Wandern, Reisen: Petra Seehase aus Scheuern hat viele Hobbys und ist glücklich, diese nach wie vor ausüben zu können. Fotocollage: Petra Seehase

Sie ist ein glücklicher und sehr sportlicher Mensch und froh, dass sie ihrem Lieblingshobby, dem Laufen, nach einer Pause wieder nachgehen kann. In diesem Jahr hat Petra Seehase schon verschiedene Glücksmomente erlebt – Corona zum Trotz.

„Ich habe mich im Mai über meine gelungene Hüftoperation gefreut“, berichtet die 54-Jährige dem BT. Erstens, dass sie überhaupt durchgeführt wurde, angesichts Corona. Die OP fand in Rastatt statt. „Ich hatte eine wunderbare Reha in Bad Krozingen und bin nach 10,5 Wochen wieder voll bei meiner Arbeit als Bäckerin gewesen.“

Das absolute Highlight für sie war es, nach 13 Wochen auf 3200 Meter unterhalb des Matterhorns zu stehen. „Das zeigt, wie schnell man wieder fit werden kann“, berichtet sie positiv überrascht.

„Auch hier im wunderschönen Murgtal bin ich viel gewandert.“ Und in der Region kennt sie sich bestens aus. Seit ihrer Geburt wohnt sie im Gernsbacher Stadtteil Scheuern. „Mit einer Ausnahme von zehn Jahren, als ich in Obertsrot gelebt habe.“ Es ist schon viele Jahre her, dass sie in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist, in dem sie gemeinsam mit ihrem Mann Marco wohnt.

Beim Sport gibt es wahre Glücksmomente für Petra Seehase. Das Murgtal kennt sie wie ihre Westentasche, Ihre Lieblingsstrecke? „Den Lautenfelsen hoch“, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. Schön ist es auch zum Schloss Eberstein. Aber da muss sie von Scheuern erst mal ins Tal hinunter, dann zum Schloss hinauf – und das Ganze wieder zurück.

Nicht, dass sie keine Ausdauer hätte. Sie hat nach eigenen Angaben bei etwa 25 Marathonläufen Glücksmomente gehabt. Die meisten absolvierte sie in Deutschland. „Der in Hamburg hat mir am besten gefallen wegen der Strecke und dem tollen Publikum“, hat die 54-Jährige ein großes Lob für die Stadt im Norden parat. Und wie hat sie sich auf diese Langstrecken vorbereitet? Da ist Petra Seehase halt mehrfach auf den Kaltenbronn gelaufen.

Marathon erst mal „zu den Akten gelegt“

Im Moment hat sie den Marathon erst mal zu den Akten gelegt – wegen der Hüftoperation im Mai. „53 Jahre hatte ich nichts. Dann ging es letztes Jahr mit der Bandscheibe los“, berichtet sie, will aber nicht klagen. „Man darf es nur nicht übertreiben“, erweist sich die Scheuernerin als realistisch.

Sport bedeutet Seehase viel im Leben. Und sie lässt sich fürwahr nicht entmutigen. Und ist weiter vielseitig aktiv. „Anfang Oktober waren ich und mein Mann Marco in Italien zum Klettern, da unser USA-Urlaub leider auch Opfer von Corona wurde. Seit vier Wochen habe ich auch wieder langsam mit dem Joggen angefangen. Also für mich trotz all der Einschränkungen ein erfolgreiches, wenn auch ungewöhnliches Jahr“, berichtet der Glücksmensch. Und mit Blick auf die aktuelle Situation zeigt sie sich optimistisch: „Kopf hoch für alle, das wird schon wieder.“

Ihren Beruf hat Petra Seehase in Gernsbach bei der Bäckerei Häfele gelernt, anschließend war sie 17 Jahre in der Bäckerei Weiler. Mit zunehmendem Alter wurden ihr die 50 bis 60 Stundenwoche zu viel. „Nun bin ich in Muggensturm bei der Firma Freiberger seit fast 14 Jahren als Teigmacherin angestellt. Dort werden insbesondere Pizzen und Baguettes für Lebensmittelketten wie Lidl oder Edeka, aber auch für Übersee hergestellt.“

Ihre Hobbys sind Joggen, Klettern, Reisen und Wandern. „Und seit meinem zehnten Lebensjahr spiele ich Akkordeon, auch immer noch aktiv im Akkordeonorchester Gernsbach, Weisenbach.“ Glücksmomente genug für Petra Seehase.

Das BT bittet um Glücksmomente

Das Coronavirus war im zu Ende gehenden Jahr das beherrschende Thema. Vieles hat sich verändert – überwiegend nicht zum Positiven. Trotz allem gab es in den zurückliegenden Monaten auch schöne Erfahrungen. Wir bitten Sie, uns Ihren „Glücksmoment“ zu schildern, damit wir ihn mit allen Lesern teilen können. Schreiben Sie eine E-Mail an aktion@badisches-tagblatt.de und berichten Sie, was Sie 2020 erfreut, glücklich gemacht oder positiv überrascht hat – im privaten Umfeld oder im Beruf. Vielleicht möchten Sie sich bei jemandem bedanken, der Ihnen Gutes getan hat. Es ist willkommen, ein Foto zu schicken. Jedoch müssen Personen, die darauf zu sehen sind, mit der Veröffentlichung einverstanden sein. Bitte vergessen Sie nicht Ihren Namen, die vollständige Adresse und Ihre Telefonnummer, damit wir Sie bei Rückfragen kontaktieren können. Veröffentlicht werden nur der Name und der Wohnort, nicht die genaue Adresse. Die persönlichen Daten werden nach Abschluss der Aktion gelöscht. Wir freuen uns auf Ihre Glücksmomente!

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Erstellt:
29. Dezember 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 17sec

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