Zuversicht beim Bierdeckel-Hersteller

Weisenbach (mm) – Bierdeckel werden derzeit so gut wie keine benötigt. Kein Wunder – die Gastronomie ist geschlossen, Feste finden keine statt. Das hat Auswirkungen auf den Bierdeckels-Hersteller Katz. „Wir arbeiten kurz, aber wir arbeiten in allen Unternehmensbereichen“, berichtet Geschäftsführer Karsten Beisert,

Nach den Lockerungen erwartet die Katz-Gruppe wieder mehr Auftragseingänge. Foto: Mack

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Nach den Lockerungen erwartet die Katz-Gruppe wieder mehr Auftragseingänge. Foto: Mack

Bereits zu Beginn der Corona-Krise seien die erforderlichen Einteilungen in Gruppen und Schichten geschaffen worden. Die Regelung folge wirtschaftlichen Prinzipien und sei kundenorientiert.

Katz habe engagierte und gut über die Pandemie und deren Auswirkung informierte Mitarbeiter, die sehr am Unternehmen und der Zukunft hängen, so der Geschäftsführer. Durch entsprechendes Verhalten und Umsetzen der durch die Oberkircher Koehler-Gruppe, zu der Katz seit 2009 gehört, vorgegebenen Regeln gab es keinen Coronafall bei den Mitarbeitern.

Die Produkte aus Weisenbach werden in der Dienstleistung und im Handel eingesetzt. „Daher haben wir die Folgen der Infektionsschutzmaßnahmen direkt zu spüren bekommen.“ Durch eine auf die einzelnen Betriebsbereiche ausgerichtete Planung werden die Mitarbeiter bei der Arbeitseinteilung gleich behandelt.

Die Papiermaschinenproduktion müsse sich lohnen, daher würden, je nach Bedarf, die Zyklen regelmäßig überarbeitet. Die Arbeit in der Druckerei starte mit dem Drucken montags, an Folgetagen werden die nächsten Arbeitsschritte Stanzen und Verpacken und Distribution vollzogen.

Prognosen derzeit nicht möglich

20000 Tonnen Pappe ist die Jahresproduktion, rund 1,3 Milliarden Untersetzer werden jährlich hergestellt, informiert Beisert. Zwei Produktionsmonate fehlen bereits, eine Prognose für die weitere Entwicklung im Sommer sei derzeit nicht möglich. Durch den Lockdown konnten viele Ansprechpartner nicht erreicht werden, deshalb habe sich das Unternehmen um kundenfreundliche neue Liefertermine oder die Einlagerung der Ware gekümmert. Erwartungsgemäß sei die Nachfrage nach der Trittschalldämmung stabil geblieben – offenbar wurde die Zeit zur Renovierung genutzt, so seine Einschätzung.

Der Untersetzer eigne sich als Kommunikationsinstrument auch in Nach-Corona-Zeiten, nicht nur für Werbung, sondern auch als Hinweisgeber auf gesundheitsschützendes Verhalten nicht nur im Gastro-Bereich. Daher sei er auch als eine Art von Gutschein zu sehen. Anders als in anderen Bereichen der Papierindustrie habe der Untersetzer keine monatelange Vorlaufzeit. „Wir stehen bereit und schaffen auch die Menge, wenn der Untersetzer zum Einmalprodukt werden sollte.“ Tischsets werden ebenfalls produziert und Gutscheine als Einleger für Getränkekisten hergestellt.

„Wir sind einsatzbereit und erwarten mit den Lockerungen nun verstärkt Auftragseingänge“, zeigt sich Beisert zuversichtlich.

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Erstellt:
8. Mai 2020, 21:30 Uhr
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