Zweckverband Hochwasserschutz: Schnurr bleibt Vorsitzender

Baden-Baden/Sinzheim (cn) – Reichlich Investitionen in den Hochwasserschutz tätigt der Zweckverband im Raum Baden-Baden/Bühl. Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr wurde als Vorsitzender bestätigt.

Das Rückhaltebecken neben der B3 südlich von Sinzheim ist die teuerste Investition in den nächsten zwei Jahren.  Foto: Christina Nickweiler

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Das Rückhaltebecken neben der B3 südlich von Sinzheim ist die teuerste Investition in den nächsten zwei Jahren. Foto: Christina Nickweiler

Was in anderen Orten als technische Neuerung gepriesen wird, ist beim Zweckverband Hochwasserschutz Raum Baden-Baden/Bühl schon längst Standard, zu dieser Einschätzung gelangte Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr bei der Verbandsversammlung am Dienstag in Sinzheim. Bei der Sitzung wurde Schnurr einstimmig im Amt des Verbandsvorsitzenden bestätigt.
Der Vorsitzende traf seinen Befund, nachdem die Geschäftsführerin Viviane Walzok darüber informiert hatte, dass der Hochwasserschutz im Verbandsgebiet seit 1994 über elektronische Pegelstandsmelder verfügen würde. Walzok stellte die geplanten Sanierungsmaßnahmen vor, die voraussichtlich im kommenden Jahr nach den behördlichen Genehmigungen in Angriff genommen werden sollen. Vorbereitende Gehölzmaßnahmen werden laut Walzok in Kürze beginnen. So beispielsweise bei dem Hochwasserrückhaltebecken (HRB) 14 südlich von Sinzheim entlang der B3, wohin der Taubenackergraben und der Erlenboschgraben münden. Dort wurde beim Bau in den 1970er-Jahren der Raum, wo sich das Wasser stauen kann, durch Erdaushub geschaffen. Allerdings, so führte Stefan Krämer vom beauftragten Ingenieurbüro aus Lauf aus, würde dies nicht mehr den derzeitigen Standards genügen. Denn die Geländeböschung bestehe aus Lössmaterial, auch die Baumgalerie auf der Dammkrone bereite Sorgen.

Daher ist geplant, die Dammkrone zu erhöhen und die Dammkrone mit dem Einbau einer zusätzlichen Tragschicht zu stabilisieren. Neben Instandsetzungsarbeiten des Betonbauwerks soll dort ein Strom- und Breitbandanschluss gelegt werden, damit Pegelstände mit der Kamera überwacht werden können. Mit rund 1,1 Millionen Euro ist das die größte Sanierungsmaßnahme des Zweckverbandes im kommenden Jahr.

Sand- und Geröllfänge ertüchtigt

Mit rund 380.000 Euro wird die Sanierung des kleineren HRB 2 zwischen Varnhalt und Umweg am Ende des Kohlenwegs veranschlagt, erfuhren die Anwesenden. Dort sollen der Beton sowie Sand- und Geröllfänge ertüchtigt und Mängel unter anderem am Rechen beseitigt werden. Auch dieses Becken wird an das elektronische Überwachungssystem des Zweckverbandes angeschlossen.

Weitaus weniger soll das erst 1995 erbaute HRB 21 (Sandbach/Rittgraben) südlich von Weitenung mit zirka 250.000 Euro zu Buche schlagen. Dort gelte es neben der Instandsetzung des Betonbauwerks, kleinere Mängel zu beseitigen und den Weg, wo das Wasser versickern kann zu verlängern.

Konkret beginnen schon ab Frühjahr 2022 die Bauarbeiten am HRB 1 im Steinbacher Wald, am östlichen Ortsrand von Neuweier. Es wird mit 1,3 Millionen Euro die derzeit teuerste Investition des Zweckverbandes. Insgesamt umfasst der Haushaltsplan 2022 ein Volumen von rund 2,9 Millionen Euro.

Die Geschäftsführerin präsentierte die mittelfristigen Investitionen und die Maßnahmen aller 22 Rückhaltebecken im Verbandsgebiet. Demnach werden mit Pflegearbeiten über das ganze Jahr die Rückhaltebecken instandgehalten und auf Funktionstüchtigkeit überprüft. Fazit: Der Hochwasserschutz genießt höchste Aufmerksamkeit.

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Erstellt:
24. November 2021, 14:00 Uhr
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